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ASP
rechnet sich nach 1,3 Jahren
(Meldung des
ASP Konsortiums vom 10.3.2003)
Application Service Providing, also die Nutzung von Software-Diensten per
Datennetz, rechnet sich im Durchschnitt für die Unternehmen nach 1,3 Jahren.
Innerhalb von fünf Jahren erzielen Firmen mit ASP-Services einen Return on
Investment (ROI) von durchschnittlich rund 400 Prozent. Diese Zahlen legte
der Verband der Online-Diensteanbieter, ASP Konsortium e.V., zur CeBIT 2003
vor. Die Ergebnisse stammen aus Erhebungen von IDC, SevenOne Media und NFO
Infratest. Sie legen die Schlussfolgerung nahe, dass die Nutzung von
Software über das Internet wirtschaftlicher ist als die Anschaffung von
Computerprogrammen.
Folgende Dienste / Angebote werden laut Konsortium von ASP-Nutzern über
das Netz in Anspruch genommen werden:
- Datenbank- und Büroanwendungen: 49 bzw. 44 Prozent
- Serverapplikationen: 35 Prozent
- Dokumentenmanagement: 34 Prozent
- Electronic Commerce: 33 Prozent
- Finanzdienstleistungen: 28 Prozent
- Customer Relationship Management (CRM): 18 Prozent
- Workflow: 11 Prozent
- Content Management: 8 Prozent
- Enterprise Resource Planning (unternehmensweite
Ressourcen-Planung): 5 Prozent
- Supply Chain Management (SCM):
5 Prozent
Im Spektrum der im ASP-Modell angebotenen Software in Deutschland stechen
in der Häufigkeit vor allem betriebswirtschaftliche Anwendungen (62 Prozent)
und Branchenlösungen (50 Prozent) hervor.
"Trotz günstiger Wirtschaftlichkeitsrechnung und reichhaltigem Angebot
nutzen noch zu wenige Firmen das ASP-Modell für sich", beklagt Frank Simon,
Geschäftsführer des ASP Konsortium e.V. Als größte Hürden für eine weitere
Verbreitung haben sich in Befragungen herausgestellt, dass 69 Prozent der
Firmen die Vorteile nicht verstehen und 62 Prozent über diesen Markt zu
wenig informiert sind.
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Giga sieht
ASP-Markt auf deutlicher Talfahrt
(Meldung der Giga Information
Group GmbH vom 21.8.2001)
Marktprognosen hinfällig Geschäftsmodelle greifen nicht Viele
ASP-Anbieter geben auf Traditionelle Service- und Outsourcing-Unternehmen
übernehmen Marktführung
Auf dem Konzept des Application Service Providings lagen durchweg hohe Erwartungen. So
wurde dem Markt immenses Potenzial in Bezug auf Akzeptanz und Wachstumsdynamik
zugeschrieben, Umsatzprognosen im zweistelligen Milliarden-Bereich beschrieben das Bild in
plakativen Farben. Was noch vor Jahresfrist als aussichtsreiches Zukunftsfeld mit großen
Chancen propagiert wurde, löst sich nach Ansicht der Giga Information Group inzwischen
immer mehr in Luft auf. "Es ist keinesfalls zu erwarten, daß sich der ASP-Markt auch
nur annähernd den Erwartungen entsprechend entwickeln wird, vielmehr stellt sich das
ASP-Modell heute ohne sichtbare Zukunft dar. Der Abschied vieler Anbieter signalisiert ein
Scheitern des ursprünglichen Geschäftsmodells", zieht David Friedlander, Industry
Analyst Operating Systems und Server-Based Computing der Giga Information Group, ein
eindeutiges Fazit.
Allein in diesem Jahr haben in den Vereinigten Staaten bislang 14 ASP-Anbieter ihre
Geschäftstätigkeit eingestellt, bereits in der zweiten Hälfte 2000 sind nach
Giga-Angaben sechs Unternehmen mit ihrem Geschäftsmodell gescheitert. Von den
börsennotierten ASPs hat, so eine Giga-Erhebung, bislang kein einziges Unternehmen die
Gewinnzone erreicht, und es ist unwahrscheinlich, daß einem aus dieser Riege im laufenden
Jahr noch der Schritt in die Profitabilität gelingt. Vielmehr vertritt die Giga
Information Group die Ansicht, daß weitere Anbieter ihre Segel streichen werden, nicht
zuletzt deshalb, da traditionelle Service-Unternehmen zunehmend den Ring betreten und die
in Schwierigkeiten befindlichen ASP-Anbieter aufkaufen werden.
Das Scheitern der ASP-Anbieter ist Giga zufolge auf zwei wesentliche Ursachen zurück
zu führen. Neben der Fehleinschätzung, mit konfektionierten Applikationen bei geringem
Customizing- und Integrationsaufwand spezifischer Geschäftsprozesse zum Zuge zu kommen,
sei einmal die ernome Kostenintensität bei schwacher Skalierbarkeit des nach dem
"One-to-Many-Hosting-Konzept" aufgebauten ASP-Modells dafür verantwortlich.
Für viele der überwiegend als Startups angetretenen ASP-Anbieter ist das
Geschäftsmodell mit sehr hohen Anlaufkosten verbunden, insbesondere beim Aufbau eigener
Rechenzentren.
Zum anderen sind die traditionellen Anbieter von IT-Infrastrukturen sowie
Software-Unternehmen im Zuge der deutlichen Marktabschwächung sowie der allgemeinen
Investitionszurückhaltung einem verschärftem Wettbewerbsdruck ausgesetzt und dadurch in
ihrer Preisgestaltung wesentlich verhandlungsfreundlicher als in der Vergangenheit. Das
wiederum hat zur Folge, daß die Endbenutzer, die ohnehin nur sehr zögernd Ihr Software-
und Infrastruktur-Ownership einem Dritten dabei überwiegend einem Startup
zu übertragen bereit waren, etablierte und renommierte Anbieter noch stärker vorziehen,
wenn diese zu deutlichen Preiskonzessionen bereit sind.
Vor dem Hintergrund des Markt-Szenarios vertritt die Giga Information Group die
Ansicht, daß im Großkundenmarkt wohl einige der größeren Outsourcing-Unternehmen im
Laufe der nächsten zwölf bis 18 Monate die Marktführerschaft übernehmen werden,
während das Mittelstandssegment von Tier-2-Anbietern und einigen wenigen reinen ASPs
adressiert wird. ASP-Dienstleistern, die sich auf Branchenlösungen fokussieren, räumt
Giga dabei die größten Chancen ein. Jedoch werden diese ASP-Anbieter tendenziell eher
klein bleiben und sich in Nischenmärkten positionieren.
Insgesamt rechnet die Giga Information Group damit, daß sich der ASP-Markt als
Teilbereich des Application Outsourcing suksessive in den wesentlich größeren
Services-Markt integrieren wird.
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Software aus der Steckdose -
ASP lässt noch viele Fragen offen
(Meldung von iX vom
20.12.2000)
Das leihweise Bereitstellen von Anwendungssoftware über das Internet gilt als neuer
Trend im IT-Bereich. Während die Anbieter von Application Service Providing (ASP) jubeln,
reagieren die potenziellen Kunden eher verhalten, berichtete das IT-Profimagazin iX in der
Ausgabe 01/2001.
In den USA ist ASP längst zum Modewort der IT-Branche geworden, nun schwappt diese
Welle nach Europa über. Analysten prophezeien bis zum Jahr 2005 weltweite Wachstumsraten
zwischen 50 und 160 Prozent. Allein in Europa soll der ASP-Markt bis 2004 ein Volumen von
1,5 Mrd. Dollar erreichen. An entsprechenden Konzepten arbeiten derzeit Branchengrößen
wie Cisco, Fujitsu Siemens und Microsoft.
Geht es nach den Vorstellungen der Computerindustrie, soll man Anwendungsprogramme
künftig nicht mehr komplett auf CD-ROM kaufen, sondern je nach Bedarf gegen Miete aus dem
Internet laden. Allerdings lässt dieses Konzept noch viele Fragen offen. Neben
technischen Problemen wie der firmenspezifischen Konfiguration ist beispielsweise unklar,
ob etwa die Miete für eine Buchhaltungssoftware nach Benutzungsdauer oder nach der Zahl
der Buchungen berechnet wird. Auch Haftungsfragen und die Vertragsbindung sind ungeklärt.
"Ratsam ist, nur Verträge abzuschließen, aus denen man möglichst schnell und
ungeschoren wieder herauskommt", empfiehlt iX-Redakteur Jürgen Diercks.
Skeptisch ist iX auch, was die Akzeptanz der Anwender für ein derart ungewohntes
Geschäftsmodell angeht. Application Service Provider versprechen vor allem kleinen und
mittleren Firmen effiziente Nutzung von Teilbereichen der riesigen Softwarepakete, und
dass ohne aufwändige Installation vor Ort. Einen greifbaren Vorteil jedoch hätten erst
einmal nur die IT-Firmen, die die technische Infrastruktur für ASP bereitstellen.
"Wie beim Goldrausch im Wilden Westen verdient derjenige am besten, der die Schaufeln
im Angebot hat", so die Einschätzung des iX-Experten Diercks
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Miet-Software:
Startschwierigkeiten am Zukunftsmarkt
(Meldung von Mummert + Partner
vom 11.10.2000)
Der ASP-Markt kommt nur schleppend in Gang. Für neun von zehn Unternehmen ist ASP
zurzeit noch kein Thema. Die Folge: Ein großer Teil der Anbieter für ASP-Lösungen wird
sich am Markt nicht halten können. Zu dieser Einschätzung kommen die Experten der
Mummert + Partner Unternehmensberatung.
In den USA, die der europäischen Entwicklung zwei Jahre voraus sind, nehmen 80 Prozent
der Unternehmen ASP in Anspruch. Der dortige Markt ist stabil, und es haben sich
verschiedene Teilmärkte herausgebildet. Eine Entwicklung, die auch für Westeuropa
erwartet wird. Marktanalysten erwarten bereits für das Jahr 2004 einen europäischen
ASP-Gesamtumsatz von 1,5 Milliarden Dollar. Die Prognose: Zukünftig werden die großen
Internet-Provider Gesamtlösungen anbieten und kleinere Unternehmen die Nischen bedienen.
Noch ist der europäische Markt allerdings nicht für den Boom gerüstet. Kleine und
mittelständische Unternehmen, die in den USA 70 Prozent der Kundschaft ausmachen, warten
ab und setzten weiterhin auf die bereits installierten Software-Lösungen. Der große
Nachteil des ASP, die Abhängigkeit vom Dienstleister, wiegt Kosten- und
Einführungsvorteile auf. Solange die Stabilität der Provider nicht gewährleistet ist,
meiden die Unternehmen das Risiko, auf eine eigene EDV-Kompetenz zu verzichten.
Attraktiv sind die Möglichkeiten des ASP zur Zeit vor allem für den gehobenen
Mittelstand: Die Serviceangebote - vom Auslagern einzelner Office-Anwendungen bis zur
kompletten Buchhaltung und Abwicklung durch den Dienstleister - können flexibel dem
Unternehmen angepasst werden. Dennoch warten die meisten Marktteilnehmer ab. Der Grund:
die Provider müssen die Herausforderung, tiefgreifendes Prozess-Know-how aus der Branche
mit technischen Fertigkeiten zu verbinden, erst noch bewältigen. Den Boom im
ASP-Geschäft erwartet die Mummert + Partner Unternehmensberatung erst ab Ende des Jahres
2001.
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Studie: Zwei von drei
ASP-Anbietern werden bis 2002 pleite gehen
(Meldung vom 18.4.2000)
Das Marktforschungsinstitut Meta
Group schätzt den ASP-Markt kritisch ein, weil die Geschäftsmodelle vieler
ASP-Anbieter Lücken aufweisen würden: Meist werde nur sehr kurzfristig geplant, mittel-
sowie langfristige Geschäftspläne ließe man in der Regel außer acht. Infolgedessen
geht die Meta Group davon aus, dass bis 2002 mehr als die Hälfte (60%) der
Applikations-Service-Provider vom Markt verschwinden werden.
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Software wird immer mehr zur
Dienstleistung
(Meldung der New York Times, 20.12.1999)
Der Wandlung von Software von einer traditionell ausgelieferten Ware zu einer
internetbasierten Dienstleistung wird im Jahr 2000 wahrscheinlich signifikante
Fortschritte machen. Unternehmen nutzen das Internet bereits für interne Kommunikation
und für Transaktionen mit den Kunden, permanent geöffnete Internetzugänge werden auch
in Privathäusern immer selbstverständlicher. In Zukunft werden Softwarefirmen ihre
Produkte als Dienstleistung verkaufen, ganz so wie Telefon- oder Stromanbieter. Der
Schritt zu internetbasierten Computern vollzieht sich viel schneller als der letzte große
Sprung in der Entwicklung der Computer - die breite Einführung der Client/Server-Architektur Anfang der
(19)90er Jahr. Zukünftig wird der Client eher ein Webbrowser
sein als ein rechenstarker PC. Die Verlagerung der Arbeit
mit dem Computer in das Internet bedroht Microsofts
Dominanz, die sich auf dem PC-Modell gründet. Experten sagen, jede Entscheidung im
MS-Kartellverfahren könnte irrelevant sein, weil die schnellen Veränderungen durch das
Internet Microsofts Position am Markt sowieso schwächen. |
ASP behaupten sich gegen
Zweifler
(Meldung vom 13.12.1999)
Obwohl einige Netzwerkspezialisten sich nur widerwillig an die Angebote von
"Applications Service Providers" (ASP) heranwagen, könnte der Markt für das
Vermieten von Anwendungssoftware in den kommenden Jahren signifikant wachsen, da immer
mehr Firmen beginnen, Applikationen auszulagern. Das ergab eine neue Umfrage der Network World.
Rund ein Fünftel der Befragten gaben an, zur Zeit in irgendeiner Form die Dienste
eines ASP in Anspruch zu nehmen, und ein Drittel derer, die noch nicht mit ASP
zusammenarbeiten, antworteten, sie wollten diese Form des Outsourcing einmal
auszuprobieren. Obwohl ASP als besonders interessant für kleine und mittlere Firmen
gelten, hatte ein Viertel der ASP-nutzenden Firmen mehr als 20.000 Mitarbeiter.
Verschiedene Gründe für die Zusammenarbeit mit Applikationsanbietern wurden genannt:
- Mehr als 40 Prozent der befragten ASP-Kunden sagten, die Probleme, IT-Experten im
Unternehmen zu halten, sei ein sehr wichtiger Grund für die Nutzung von ASP gewesen.
- Für rund 80 Prozent war die Fähigkeit der ASP, die Applikationen ständig auf dem
neuesten Stand zu halten, sehr einflussreich für die Entscheidung.
- Die am häufigsten ausgelagerte Applikation ist, so die Umfrage, die
Gehaltsbuchführung, das gaben 30 Prozent der Befragten an.
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