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CD - Compcat DiskCD, CD-ROM, Audio-CD, CDs brennen, CD-Writer, CD-Brenner, CD-R, CD-RW, CD-Interactive, Compact Disk, Photo-CD, Laser, Philips, CD-Extra, CD-I

    

 
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CD

Die CD hat wie fast alle neueren Technologien ihren Ursprung in der elektronischen Datenverarbeitung. Schon Ende der sechziger Jahre entwickelte Philips Basis-Technologien, um mit Hilfe eines eng gebündelten Laserstrahls digital abgespeicherte Daten auszulesen.

Die Idee für die eigentliche CD-Technologie, wie wir sie heute kennen, entstand im November 1974 im Forschungslabor des niederländischen Elektronikkonzerns Philips. Ziel war es, Audio-Signale nicht mehr abzutasten, sondern digital und optisch lesbar auf einem neuen Medium zu speichern, um somit dauerhaft eine verlustfreie Wiedergabe zu gewähren.
Um sich gegenüber konkurrierenden Konzepten aus den USA und Japan behaupten zu können, hielt Philips Ausschau nach einem internationalen Partner. Mit Sony fand sich ein Unternehmen, das u.a. mit der "sogenannten 16-Bit-Technologie" (Originalton: Philips-Pressetext) eine wertvolle Mitgift in das Compact Disc-Projekt einbrachte. 1979 vereinbarte Philips mit seinem japanischen Konkurrenten Sony, das Projekt gemeinsam umzusetzen und einen einheitlichen Weltstandard für die CD zu schaffen. Zur Jahreswende 1982/83 brachten beide Konzerne schließlich zeitgleich die ersten CD-Player in die Verkaufsregale.

Die zunächst von Philips angestrebte Spieldauer von 60 Minuten wurde auf Bitten von Norio Ohga, Vizepräsident von Sony und Liebhaber und Kenner klassischer Musik, auf 74 Minuten verlängert und der Durchmesser dementsprechend auf 12 Zentimeter vergrößert. Sein Wunsch, die neunte Sinfonie von Ludwig van Beethoven in voller Länge auf nur einen Tonträger zu pressen, konnte damit erfüllt werden. (Die erste industriell gefertigte CD war aber eine Aufnahme des international bekannten Pianisten Claudio Arrau.)

Philips und Sony fanden rasch prominente Fürsprecher für das neue System. Herbert von Karajan war derart begeistert von dem Qualitätssprung der CD gegenüber anderen Tonträgern, dass er sich entschloss, sich anlässlich der Salzburger Festspiele für das CD-System auszusprechen. Am 15.04.1981 demonstrierte von Karajan der internationalen Presse das CD-System.

Im August 1982 wurde die erste CD-Fabrik in Hannover eröffnet, im Herbst des selben Jahres erschienen die ersten CDs im Handel. Zwanzig Jahre später ist die Compact Disc das weltweit am weitesten verbreitete Speichermedium für Daten und Musik. Rund 30 Milliarden Euro werden weltweit jährlich für Tonträger ausgegeben, wobei die CD mit einem Absatzanteil von 72 Prozent die dominierende Rolle spielt.

Das sah zum Anfang ihrer "Karriere" überhaupt nicht so aus. Unter der Überschrift "gekühlte Geigen" berichtete ein führendes deutsches Wirtschaftsmagazin noch 1983 über das "Mäkeln" zahlreicher Kritiker darüber, dass von der propagierten "nie dagewesenen Transparenz und Reinheit des Klangbildes" herzlich wenig zu hören sei. Die Geigen in Vivaldis "Vier Jahreszeiten" klangen nach Ansicht der Schweizer Fachzeitschrift "Electronic Sound" "extrem spitz, grell und wie aus der Tiefkühltruhe". Den Testhörern von "Audio" verdarb ein "näselnd verfärbter Streicherklang" den Spaß an Schuberts neunter Sinfonie. Und die "Zeit" urteilte über Opernarien auf Compact Disc: "Seltsam verhärtet und steril, ohne jeden belcantistischen Charme".

Tatsächlich benutzten die Plattenfirmen zunächst die falsche Technik in den Studios, bzw. mussten neue Aufnahmesysteme entwickeln, um die CD zum Erfolg zu führen. Auch die Musikverleger der damaligen Zeit waren skeptisch. Nach einer Sitzung des deutschen Musikverleger-Verbandes im Jahr 1984 wurde bezweifelt, dass die CD die herkömmliche schwarze Scheibe nach zehn Jahren ablösen könnte. "Die Prognosen" - so die Musikverleger damals - "dass 1988 mindestens 50 Prozent des Tonträger-Umsatzes aus CD-Platten bestehen werde, dürfte wohl eher im Bereich des Wunschdenkens der Erfinder anzusiedeln sein". Immerhin kosteten CD-Spieler damals zwischen 1.000 und 2.000 DM (zwischen 500 und 1.000 Euro). Und auch die CDs waren alles andere als billig.

Wie sehr sich die Skeptiker täuschten, geht aus ein paar Zahlen hervor: Wurden 1985 gerade 6,8 Millionen CDs abgesetzt (zu 74 Millionen Langspielplatten, 49 Millionen Singles und ebenso vielen Musik-Kassetten), so eroberte sich das neue Medium bereits 1990 mit 76 Millionen Exemplaren vor der Musik-Kassette (74,7), der Langspielplatte (43,9) und den Singles (27,2) den Spitzenplatz. Schon 1994 wurden 166 Millionen Compact Discs verkauft, das waren gut doppelt so viele wie alle anderen Tonträger zusammen.

Für das Jahr 2001 meldete der Verband der Phonografischen Wirtschaft den Absatz von insgesamt 244 Millionen Tonträgern, wovon allein 173 Millionen auf die CD entfielen. Auf dem zweiten Platz rangiert die Single mit rund 49 Millionen vor der Musik-Kassette mit 21 Millionen Exemplaren. Vom Gesamt-Tonträgermarkt in Höhe von 2,235 Milliarden Euro entfielen 85 Prozent auf CDs, 11 Prozent auf Singles, 3 Prozent auf MCs und nur noch ein Prozent auf Langspielplatten. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Im gleichen Zeitraum gewann das private Brennen von CDs an Bedeutung. Der Absatz von unbespielten CDs betrug 2001 bereits 305 Millionen Stück und der Umsatz 203 Millionen Euro.

Wohlgemerkt handelt es sich bei diesen Zahlen ausschließlich um den Unterhaltungselektronik-Markt, der 2001 mit dem Absatz von rund 600.000 stationären CD-Playern etwa 100.000 CD-Recordern, 1,75 Millionen portablen CD-Playern und 88.000 CD-Wechslern (für das Auto) immerhin einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro generierte. Dabei wurden die in Autoradios bzw. HiFi-Anlagen integrierten CD-Spieler noch gar nicht berücksichtigt.

Keine Frage: Die CD ist nicht nur das Medium, das den Übergang von analog zu digital eingeläutet und damit die vielfältigen Nutzen der Digitaltechnik (Speichervolumen, Qualität, Handhabung und Lebensdauer - um nur einige zu nennen) demonstriert hat; sie ist auch heute noch ein außerordentlich wichtiges Medium der Unterhaltungselektronik. Ihr Erfolg hat die Weichen gestellt für nachfolgende Technologien. So für die Digital Versatile Disc. Die rasante Entwicklung der DVD-Spieler und inzwischen auch der DVD-Recorder hat den Umsatz für CD-Geräte in Deutschland sogar schon überflügelt. Im Jahr 2001 wurden DVD-Spieler und -Recorder für mehr als 400 Millionen Euro verkauft. Was 1982 revolutionär begann, setzt sich heute - via DVD - evolutionär und mit noch höherer Geschwindigkeit fort.

Die Einführung der CD gilt übrigens als eine der erfolgreichsten Produkteinführungen in der Unterhaltungselektronik überhaupt.


 
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CD-Extra

Unterstützt ein CD-Brenner CD-Extra, lassen sich damit Audio- und Computer-Daten auf einer CD speichern. Das geht zwar auch mit Mixed-Mode, hat aber den Vorteil, daß der Audio-Teil in der ersten Session untergebracht ist. Somit läßt sich die CD-Extra in jedem CD-Player problemlos abspielen.

CD-I

Abkürzung für "Compact Disc Interactive" • CD-I wurde als ein unabhängig vom Computer arbeitendes System konzipiert, das für die Aufzeichnung und das Abspielen von Daten, Audio- und Videoinformationen benutzt und direkt an ein normales Fernsehgerät angeschlossen werden könnte. CD-I hat sich aber in der Form nicht durchgesetzt.
 


 
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CD-Normen

1985 wurde der Standard für CD-ROMs in dem sogenannten Yellow-Book festgelegt. Dieser Standard garantiert zusammen mit allen anderen, daß CD-ROMs - und alle anderen Techniken aus dem aus dem Bereich "Optisches Speichern" - auf entsprechenden Laufwerken verwendet werden können:

  • Red-Book: physikalisches Format für Audio-CDs
  • Yellow-Book: physikalisches Format für Daten-CDs
  • Green-Book: physikalisches Format für CD-i
  • Orange-Book: physikalisches Format für beschreibbare CDs
    • Part I: CD-MO (Magneto-Optical)
    • Part II: CD-WO (Write-Once)
    • Part III: CD-RW (ReWriteable)
  • White-Book: Format für Video-CDs
  • Blue-Book: CD-Extra, eine CD mit zwei Sessions (1. CD-DA / 2. Daten)
  • CD-ROM/XA : eXtended Architecture, eine Brücke zw. Yellow-Book & CD-i
    • MODE-1: Standard Yellow-Book-Sektoren
    • MODE-2: kann aus FORM-1 oder FORM-2 bestehen
      • FORM-1: 2048 Daten-Bytes, mit Error-Correction für Daten
      • FORM-2 : 2324 Daten-Bytes, ohne ECC für Audio/Video
  • ISO 9660: Standard für Datei-Anordnung, ehemals HighSierra
  • RockRidge: Erlaubt lange Dateinamen und symbolische Links
  • CD-RFS: Incremental Packet-Writing Filesystem von Sony
  • CD-UDF: Industrie-Standard für Incremental Packet-Writing Filesystem
  • CD-Text: Standard von Philips zum Codieren von Disk- & Track-Daten auf Audio-CDs.

CD-R

Abkürzung für "Compact Disc Recordable" • Eine CD-R, auch "Rohling" genannt, kann nur einmal beschrieben werden. Löschen oder Ändern des Inhaltes einer CD-R ist nach Abschluß der CD-R nicht mehr möglich. Moderne Brenner können 1999 CD-Rs mit achtfacher (8x) Geschwindigkeit beschreiben, aktueller Standard ist allerdings vierfaches (4x) Brennen. CD-R Brenner können keine CD-RW beschreiben.

siehe auch

c't warnt vor Etiketten auf DVDs
(Meldung vom 22.9.2000)

Individuell gestaltete Labels können bei DVDs zu Datenverlust führen. Klebeetiketten verbiegen die Silberscheiben, sodass die Daten meist nicht mehr lesbar sind. CDs sind währenddessen weniger empfindlich, hat ein Test des Computermagazins c't in der Ausgabe 9/04 gezeigt.

Als Geschenk oder fürs Archiv: Mit schicken Klebeetiketten lassen sich CDs oder DVDs individuell gestalten. Doch bei DVDs sollte man besser die Finger davon lassen, rät c't-Redakteur Hartmut Gieselmann: "Der mechanische Verzug, der durch die zusätzliche Klebeschicht entsteht, verbiegt die Silberscheiben und macht sie damit häufig unlesbar."

Wer seine CDs bekleben möchte und Wert auf gute Druckqualität legt, sollte bei der Etikettenauswahl etwas mehr Geld ausgeben. Im c't-Test erwiesen sich die matten Papierlabel allenfalls für große Beschriftungen als brauchbar. Für Fotos und Grafiken bieten sich eher teurere Glossy-Ausführungen oder Hermas Silberfolie an. Aber auch das Bekleben von CDs birgt Risiken: In Umgebungen mit starken Temperaturveränderungen wie etwa im Auto können sich die Label lösen und so die Laufwerksmechanik empfindlich stören. "Auch für Langzeitarchivierungen von Daten sollte man auf Klebeetiketten besser verzichten", rät c't-Experte Hartmut Gieselmann.

Als Alternative zu den Klebeetiketten auf CDs und DVDs bietet sich nach wie vor der gute alte wasserfeste Filzstift an. Kugelschreiber sind aufgrund ihrer zerstörerischen Kratzwirkung nach wie vor tabu. Wenn es schick werden soll, kann man zu extra beschichteten Rohlingen greifen, die sich direkt mit einem speziellen Tintenstrahldrucker bedrucken lassen.
 

Der richtige Umgang mit CD-Rohlingen

CD-R- und CD-RW-Laufwerke werden seit Mitte 2000 von vielen PC-Hersteller bereits ab Werk eingebaut. Auch der Umgang mit der Software ist meist schnell erlernt - und trotzdem klappt das Brennen der Rohlinge nicht immer. Manchmal liegt der Fehler im Medium, und der Brenner ist unschuldig. Oftmals liegen die Probleme jedoch auch im mangelhaften Zusammenspiel von Brenner und Medium.

1. Medien richtig behandeln
Bewahren Sie die CD-Rs / CD-RWs am besten in einer CD-Box (Jewel-Case) auf. Lagern Sie sie nicht zu heiß (z.B. im Auto), und setzen Sie sie keinem direktem Sonnenlicht aus. Auch Umschläge aus Pappe sind nicht geeignet, da sie die CDs verkratzen. (Außerdem behindert der Abrieb das Auslesen und verunreinigt das Laufwerk.)
Fassen Sie CDs nur am Rand oder an der Öffnung in der Mitte an. Fingerabdrücke auf der CD-Oberfläche sind unbedingt zu vermeiden!

2. verschmutzte CDs reinigen
Fingerabdrücke, Staub oder Ähnliches schaden der CD. Zum Reinigen eignet sich ein fusselfreies Tuch (etwa ein Brillenputztuch) und eine milde Seifenlauge, am besten mit destilliertem Wasser. Wischen Sie in radialer Richtung über das Medium - also z.B. von innen nach außen. Wischen Sie nicht entlang der Datenspur, denn die Fehlerkorrektur des CD-Laufwerkes kann die kleinen Kratzer, die entlang der Datenspur entstehen, meist schlechter bewältigen als radiale Kratzer.

3. verkratzte CDs retten
Versuchen Sie zuerst, ob ein anderes Laufwerk mit einer bockigen CD klarkommt. Die Chancen dafür stehen in der Regel nicht schlecht. Sollte das funktionieren, dann fertigen Sie sofort eine Kopie an. Ansonsten kann mit einem CD-Reparatur-Kit versucht werden, den oder die Kratzer per Schleifpaste wegzupolieren. Diese Kits sind allerdings umstritten!

4. CDs auf keinen Fall bekleben
Etiketten verursachen meist eine Unwucht, wodurch gehörige Vibrationen entstehen können. (Bei 40facher Geschwindigkeit dreht sich eine CD immerhin mehr als 10.000mal pro Minute!) Bekleben Sie, wenn überhaupt, eine CD nur per Etikettiermaschine. Damit lässt sich der Aufkleber gewöhnlich einigermaßen zentrieren, so dass keine Unwuchten entstehen.

5. CD-Rs versiegelt lassen
Rohlinge sollten erst unmittelbar vor dem Brennen aus der Verpackung genommen werden, um die Oberfläche nicht zu verunreinigen oder zu verkratzen. 

6. Erschütterungen vermeiden
Beim Lesen einer CD kompensiert das Laufwerk Erschütterungen durch einen - oft unbemerkten - zweiten Leseversuch. Beim Screiben geht das nicht, do daß sich die Folgen einer Erschütterung ggfls. als Datenfehler auf dem Medium verewigen.

7. Firmware des Brenners aktualisieren
Wie gut ein Brenner eine bestimmte Rohling-Marke beschreibt, hängt von verschiedenen Parametern ab, die im BIOS / Firmware des Brenners hinterlegt sind. Einige Parameter werden zur Laufzeit, also während des Brennens, bestimmt, andere hat der Brennerhersteller vorab ermittelt und in der Firmware des Brenners gespeichert. Bemerkt der Hersteller ein Problem mit einer wichtigen, viel gekauften Rohlingssorte, behebt er dieses oft durch ein Firmware-Update. Prüfen Sie also in regelmäßigen Abständen die Internet-Seite ihres Brenner-Herstellers.

8. Temperatur
Die besten Brennergebnisse werden mit einem warmen Rohling in einem warmen Recorder erzielt. Beim Rohling ist Zimmertemperatur gut, noch besser allerdings ist die Temperatur, die er bekommt, wenn er in einem warmen Brenner liegt.
Ebenfalls schlecht: ein zu heißer Brenner. Wenn pausenlos gebrannt wird, steigt die Temperatur des Schreiblasers, was eine Verkürzung der Laser-Wellenlänge zur Folge haben kann. Die Wellenlänge wiederum beeinflusst weitere optische Parameter - schlimmstenfalls müssen Sie Ihre CD in den Müll werfen.

9. Platz lassen
CDs sollten nicht randvoll bis zum letzten Byte beschrieben werden, denn die Qualität besonders billiger Medien lässt häufig zum äußeren Rand hin nach.

10. Schreibtempo wechseln
Bei häufigen Problemen einer bestimmten Marke probieren Sie eine verschiedene Schreibgeschwindigkeiten aus. Aber "verschieden" muss nicht "langsamer" heißen. Da die Medienhersteller ständig bemüht sind, ihre Produkte für höhere Schreibgeschwindigkeiten zu optimieren, kann es passieren, daß es Rohlinge gibt, die sowohl bei 2- als auch bei 8facher Geschwindigkeit besser funktionieren als bei 4facher.
 

Wie werden einzelne Tracks einer Audio-CD oder eine komplette Audio-CD kopiert?

Am einfachsten lassen sich Audio-CDs mit entsprechenden Programmen (z.B. CD-Copy) kopieren, wobei On-The-Fly die Daten vom Quell-CD-Laufwerk auf die CD-R übertragen werden.
Um einzelne Tracks von verschiedenen Audio-CDs auf eine CD-R zu brennen, müssen die einzelnen Tracks zuvor auf der Festplatte abgelegt werden. Mit Hilfe von Digital-Audio-Extraction können mit den meisten modernen SCSI CD-ROM-Laufwerke die Audiodaten auf die Festplatte übertragen werden. Auch die Brenner selbst können in den meisten Fällen als Quell-Laufwerk genutzt werden. IDE CD-ROM-Laufwerke eignen sich im Allgemeinen nicht für die DA-Extraction (Stand 1999); sie sollten auch nicht als Quell-Laufwerk beim On-The-Fly Kopieren genutzt werden. Wenn alle Audiodaten auf der Festplatte vorliegen, kann die CD-R als Audio-CD erstellt werden.

Wie vermeide ich Störgeräusche auf gebrannten Audio-CDs?

Grundsätzlich sollte man für Audio-CDs Disk-At-Once verwenden, da hierbei keine Zwangspausen zwischen den einzelnen Tracks gesetzt werden. Bei Tack-At-Once werden zusätzliche Informationen (run-in und run-out) zwischen die Tracks geschrieben. Diese Zusatzinformationen können beim Abspielen ein leises Knacksen verursachen.
Wenn man trotz Disk-At-Once noch ein leichtes Knacksen am Anfang eines Tracks hört, sollte man eine andere Software zum Brennen benutzen, da die Software die Tracks mit run-in Header schreibt. Oder man kann die ersten 44 Bytes des Tracks manuell entfernen.
Hört man während des Abspielens der Audio CD Knackser, sind diese entweder beim Extrahieren oder beim Schreiben der CD-R entstanden. Man sollte dann die Dateien auf der Festplatte prüfen und ggf. neu  kopieren und sicherstellen, daß die Datenübertragungsrate zwischen Festplatte und CD-Brenner hoch genug ist.
Es können auch Knackser entstehen, wenn man schneller Audio-Daten extrahiert als die Festplatte schreiben kann oder die Festplatte stark fragmentiert ist. Insgesamt sollten beim Extrahieren und beim Schreiben so wenig Programme aktiv sein, wie es eben geht.
 

Mega-Rohlinge
(Meldung vom 22.9.2000)

CD-Rohlinge, auf die Material für 99 Minuten passen (statt standardmäßig 74 oder 80 Minuten), hat der Dortmunder CD- und DVD-Produzent Engelmann entwickelt. Möglich macht's eine Kombination der bestehenden Techniken: Die Spuren wurden enger zusammengelegt, die Toleranzen bis zum Äußersten ausgenutzt. Nicht jedes CD-R-Gerät kann mit den neuen Rohlingen etwas anfangen. Vielmehr funktionieren sie nur bei "überbrennfähigen" Geräten, die darüber hinaus auch mit CD-Überlängen umgehen können. Auf der Webseite von Engelmann gibt's deshalb eine Liste mit allen Geräten, die mit den neuen Mega-Rohlingen arbeiten.

CD-ROM

Abkürzung für "Compact Disc Read Only Memory" • ein Massenspeicher, der sich z.B. als Datenträger für Nachschlagewerke eignet. Eine CD-ROM kann normalerweise bis zu 682 MByte speichern, besteht aus Kunststoff und wird mit einem Laserstrahl beschrieben und gelesen.

Wie lange hält eine CD?

Immer mehr Daten werden elektronisch erfaßt, verwaltet und archiviert. Manche Berufsgruppen - wie z.B. Architekten - haben sogar eine Archivierungspflicht. Und damit stellt sich die Frage, WIE kann man Daten am besten längerfristig aufbewahren?

"In 20 Jahren werden viele Daten verlorengegangen sein, die heute auf digitalen CD-ROMs oder Disketten gespeichert sind", fürchtet der US-amerikanische "Council on Library and Information Resources". Vom Kochrezept bis zu einem Verzeichnis der Plutoniumlagerstätten - "digitale Informationen drohen zu verschwinden oder unerreichbar zu werden", warnen die Archivare. Entweder, weil die Medien nicht mehr funktionieren, oder weil die Hardware und Software sie nicht mehr erkennen kann.

Schon jetzt sei es praktisch unmöglich, noch irgendwo 5¼-Zoll-Disketten oder mit WordPerfect 4.0 geschriebene Texte zu lesen, heißt es in einer Presseerklärung des Council. In Regierungsbehörden seien Dectape- und UNIVAC-Laufwerke längst genauso eingemottet wie FORTRAN II. Forschungen des National Media Lab hätten zudem eine erschreckenden kurze Haltbarkeit von Magnetbändern, Disketten und CD-ROMs gezeigt: "Durchschnittliche CD-ROMs werden nach nur fünf Jahren unzuverlässig", schreibt der Council. Hochwertige Mikrofilme und Papier brächten es dagegen auf hundert Jahre und mehr. Fazit des Verbandes: Derzeitige Digital-Medien seien schlicht "inakzeptabel", das Jahr-2000-Problem sei "nichts dagegen", so die Vorsitzende des "Council on Library and Information Resources".

Hersteller wie der CD-Presser Sonopress versichern im Gegensatz dazu: "Eine korrekt gefertigte CD dürfte problemlos 30 Jahre überstehen". Andere Hersteller geben für die "grünen" Rohlinge 75 Jahre und für die "goldenen" 100 Jahre Datensicherheit an. Eine unbeschriebene CD soll zwischen 5 und 10 Jahre gelagert werden können, bevor sie nicht mehr fehlerfrei beschrieben werden kann.
Die Haltbarkeit ist aber auch von der Behandlung und dem Aufbewahrungsort abhängig. Die Haltbarkeitszeiten können sich stark verkürzen, wenn man die CD-Rs starker Sonnenstrahlung, Wärme und/oder einer feuchten Umgebung aussetzt werden. CD-Rs sollten daher ruhig ähnlich vorsichtig behandelt werden wie einst Schallplatten.

CD-RW

Abkürzung für "Compact Disc ReWritable" • Eine CD-RW kann bis zu tausend mal neu beschrieben werden. Löschen und Ändern des Inhaltes ist ebenfalls möglich. Durch "Packet Writing" kann sich eine CD-RW sogar wie eine Festplatte verhalten. 1999 übliche CD-RW-Brenner können CD-R-Medien mit bis zu vierfacher und CD-RW-Medien mit zweifacher Geschwindigkeit beschreiben.

Übrigens: Nicht alle CD-ROM-Laufwerke können auch CD-RWs lesen.

Packet Writing

Packet Writing ist ein Verfahren, welches bei CD-RW-Laufwerken zur Anwendung kommen kann. Durch Packet Writing läßt sich mit einer CD-RW wie mit einer Festplatte arbeiten - d.h.: per Drag&Drop können Dateien im Windows-Explorer auf das CD-RW-Laufwerk "gezogen" und damit kopiert werden, ohne daß die übliche Spezial-Software zum Beschreiben einer CD-R bzw. CD-RW verwendet werden müßte.
Dateien können auch wieder gelöscht werden, jedoch werden diese nicht sofort physikalisch auf der CD-RW gelöscht, sondern nur ausgeblendet. Der gelöschte Speicherplatz wird erst wieder zur Verfügung gestellt, wenn die CD-RW komplett gelöscht wird.

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