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... auch "Datenbankmodell" - Ordnungsvorstellung zur Strukturierung der Daten in
einer Datenbank.
- Hierarchisches Datenmodell:
ältestes Datenmodell, bei dem ein Datensatz mit allen hierarchisch von ihm abhängigen
Datensätzen als Einheit betrachtet wird. Dieses Konzept eignet sich für Beziehungen, bei
denen sich aus einem Oberbegriff viele Unterbegriffe ableiten lassen (1:n-Beziehungen).
Eine Beziehung zwischen einzelnen, in verschiedenen Ebenen abgespeicherten Datensätzen
ist nicht möglich, was bei komplexen Beziehungen eine hohe Redundanz der Daten zur Folge hat. Ein Zugriff kann
nur über den Suchschlüssel des Objekts der obersten Ebene erfolgen, wobei der Anwender
den Pfad zum gesuchten Datensatz kennen muß.
- Netzwerkmodell:
Im Gegensatz zum hierarchischen Ansatz kann beim Netzwerkmodell ein Datensatz eine
beliebige Anzahl übergeordneter Datensätze aufweisen (n:m-Beziehungen). Das
Netzwerkmodell eignet sich zum Beispiel für die Modellierung einer Stückliste, da ein
Bauteil aus mehreren untergeordneten Teilen bestehen und zum anderen in mehrere
übergeordnete Baugruppen eingehen kann. Bezüglich der Daten besteht Redundanzfreiheit
(siehe Redundanz), da sich überschneidende
Beziehungen nicht durch mehrmalige physische Speicherung, sondern durch Verkettungen
realisiert werden. Der Zugriff kann über beliebige Datensätze erfolgen, allerdings muß
wiederum ein möglicher Pfad zum gewünschten Datensatz bekannt sein.
- Relationales Datenmodell:
Beim relationalen Datenmodell stehen als Strukturelemente ausschließlich Relationen, die
sich durch Tabellen darstellen lassen, zur Verfügung. Die Datensätze bilden die Zeilen,
und die Merkmale des Objekts bzw. die Datenfelder entsprechen den Spalten der Tabelle.
Beziehungen zwischen beliebigen Datensätzen werden über gleiche Feldinhalte hergestellt.
Der Zugriff auf bestimmte Datensätze wird über die Feldinhalte ermöglicht.
Dementsprechend arbeitet der Benutzer nur mit logischen, mengenorientierten Abfragen,
wobei die physische Speicherung und der Datenzugriff für ihn im Hintergrund bleiben.
Während sich beim Relationenmodell im Vergleich zu den oben beschriebenen Konzepten der
Handhabungskomfort erhöht, steigen die Anforderungen im Hinblick auf die
Rechengeschwindigkeit und die Zugriffsgeschwindigkeit auf die Speichermedien des Computers
in erheblichem Maße, denn ein über die Angabe von Datenwerten definierter Zugriff kann
die Durchsuchung sämtlicher Tabellen erforderlich machen.
- Objektorientiertes Datenmodell:
Das objektorientierte Datenmodell beinhaltet eine Kombination von Ansätzen der
klassischen Datenmodelle, der objektorientierten
Programmierung und der Wissensrepräsentation. Ziel ist es, die Struktur und das
Verhalten komplexer Objekte 1:1 in der Datenbank abzubilden. Insgesamt läßt sich
feststellen, daß sich vollständig objektorientierte Datenbanken derzeit (1995) noch
weitgehend im Entwicklungs- bzw. Erprobungsstadium befinden. Für den Anwender ist derzeit
- bei entsprechenden Herstellerangaben - im Hinblick auf die Erfüllung dieses Kriteriums
besondere Vorsicht angebracht.
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