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Abkürzung für "MIME Encapsulation of Aggregate HTML Documents" (etwa:
MIME-Einbindung von zusammengesetzten HTML-Dokumenten). Die Internet Engineering Task
Force (IETF) arbeitet an einem neuen Standard
für den E-Mail-Versand. MHTML ermöglicht es, eine Web-Seite oder sogar eine komplette
Site an eine E-Mail-Nachricht anzuhängen - einschließlich aller Grafiken, Animationen,
Rahmen und anderer Inhalte.
Der Empfänger packt das MHTML-Attachment aus und hat eine voll funktionierende
Web-Site vor sich, selbst wenn er keinen vollen Internet-Zugang hat. Angesichts des
Umfangs von Web-Sites ist dieses Verfahren vor allem für Firmen interessant, die dadurch
auf kontrollierte Weise einzelnen Anwendern Informationen aus dem Web zukommen lassen
können. Lotus und Microsoft wollen die neue Technologie in ihre Software integrieren. Es
wird aber noch einige Monate dauern, bis der vorläufige Standard den Weg durch die
Instanzen genommen hat.
Alternative Dateiergänzung von HTML-Dokumenten, die von vielen Servern erwartet wird,
wenn das betreffende HTML-Dokument Server Side Includes
(SSI) enthält. Damit ein WWW-Server sofort erkennt, daß eine HTML-Datei Server
Side Include Anweisungen enthält, ist es wichtig, solche HTML-Dateien mit einer
speziellen Dateinamenendung zu kennzeichnen. Üblich sind die Dateiendungen .shtml, .shtm
oder .sht. Die meisten Server ignorieren SSI-Anweisungen, wenn diese in einer
gewöhnlichen HTML-Datei mit der Endung .htm oder .html stehen!
SMIL /
HTML+TIME
Abkürzung für "Synchronizised Multimedia Integration Language" (SMIL
spricht sich wie "smile", also "smeil") Das
Standardisierungsgremium World Wide Web Consortium (W3C)
hat Mitte 1999 einen neuen Entwurf für den Multimedia-Standard SMIL veröffentlicht
(Codename bis zur Verabschiedung: "SMIL Boston"). Die Skript-Sprache erlaubt den
Programmierern eine effektivere und einfachere Gestaltung bzw. Einbindung von Sound-,
Text-, Grafik-Animationen und Video in Web-Sites. Außerdem soll SMIL wesentlich die
Übertragung der Daten zum Anwender beschleunigen.
Das W3C hatte SMIL in der Version 1.0 bereits im Juni 1998 der Öffentlichkeit
vorgestellt. Wenige Monate später veröffentlichte Microsoft unter Mithilfe von
Macromedia und Compaq Computer einen Gegenentwurf mit dem Namen "HTML+TIME"
(Hypertext Markup Language-Timed Interactive Multimedia Extensions). Als Grund führten
die drei Unternehmen an, SMIL 1.0 sei nicht interaktiv und multimedial genug.
"SMIL Boston", nach seiner Verabschiedung wird der Standard "SMIL 2.0"
heißen, hat nun die HTML+TIME-Vorschläge aufgegriffen und integriert. "Bei dieser
Korrektur hatten wir einen zusätzlichen Unterstützer in Form von Microsoft",
schmunzelte die W3C-Sprecherin Janet Daly bei der Vorstellung.
Die größte Veränderung beim Übergang von SMIL 1.0 zu SMIL Boston stellt die
verstärkte Einbindung der Extensible Markup Language (XML)
dar. Zudem sollen künftig TV-Inhalte problemloser ins Internet gestellt werden können.
siehe auch
Abkürzung für "Web Aided Design" in Anlehnung an "CAD" WAD
konzentriert sich auf eine effiziente Zusammenarbeit der Planungsbeteiligten via Internet.
Ein "WAD-Editor" erlaubt es einem weltweiten Design-Team die Bearbeitung EINER
Zeichnung.
Die ersten Schritte zum Web Aided Design bestehen aus Redlining und Editing (Markieren
und Ändern).
Abkürzung für "Web-Distributing, Authoring and Versioning" mit
dieser von der IETF Ende 1998 vorgeschlagene Technik soll
sich das Publizieren von Web-Sites vereinfachen. WebDAV besteht
aus http-Erweiterungen, die einen Standard für den Datenaustausch zwischen
Web-Authoring-Tools und Webservern festlegt. Die bestehenden Lösungen - etwa Microsofts Frontpage - verfolgen einen proprietären Ansatz und müssen
daher vom jeweiligen Internet Service Provider unterstützt werden. Mit WebDAV dagegen
sollen sich Internet-Dokumente wie lokale Dateien lesen und erstellen lassen. Die neue
Technik besteht aus drei Komponenten:
- Propfind sammelt Daten wie Verfassungsdatum und Autorennamen,
- Locking verhindert, daß mehrere Anwender gleichzeitig an einem Dokument
arbeiten, und
- in den Collections werden alle zentralen Bestandteile einer Website - etwa
externe Bilder - gesammelt.
Eine Form eines mit Hypertext-Technologie
verfaßten Dokumentes. Es ermöglicht die Einbindung von Komponenten wie Grafik, Video und
Internet-Diensten (auch HTML-Dokument genannt).
Eine Gruppe von Softwareherstellern, einflußreicher US-Web-Designer und
Online-Agenturen klagt über Browserhersteller: "Schluß mit dem
Browserkrieg" - und gründete August 1998 das "Web Standards
Project".
Zum offiziellen Programm gehört z.B. eine "Ausbildung" der Unternehmen
Microsoft und Netscape bei der Implementierung von Standards des W3C-Konsortiums. Obwohl es genaue Standards für die
Funktionen und Bereiche von Web-Browsern gibt, versuchen nämlich sowohl Microsoft als
auch Netscape nach wie vor, immer noch ein Extra einzufügen, um den Konkurrenten zu
übertrumpfen. Das führt dazu, daß Web-Designer beim Erstellen einer Site die
Kompatibilität zu mehreren Browsern berücksichtigen müssen. Natürlich ist das mit
Kompromissen, Geschwindigkeitsverlusten und Aufwand verbunden. Und es wird seitens des Web
Standards Projects vorgerechnet: "Wenn Sie 100.000 Dollar für eine Website ausgeben,
sind 25.000 Dollar davon für die Anpassungen an sehr unterschiedliches Verhalten und
Feature-Unterstützungen verschiedener Web-Browser" Aber selbst bei unterschiedliche
Versionen der gleichen Browser könne man sich nicht darauf verlassen, daß das
Erscheinungsbild gleich sei!"
Abkürzung für "eXtensible Hypertext Markup Language" relativ junge Auszeichnungssprache für das World
Wide Web. Nach langen Diskussionen hat das World Wide Web Consortium (W3C) Anfang 2000 XHTML verabschiedet und Ende 2000
"XHTML Basic" mit einer
"Empfehlung" zum Standard erklärt. Das "X" steht für
"Extensible" und weist zugleich auf die entscheidende Neuerung hin: XHTML ist
erweiterbar, da die Sprache auf XML (Extensible Markup Language)
basiert.
Lange war HTML DIE Auszeichnungssprache für das World
Wide Web. Die Version 4 wird wohl keinen Nachfolger haben, sondern durch XHTML abgelöst.
Der Umstellungsaufwand für die Betreiber von Internet-Angeboten und Web-Designern hält
sich vermutlich in Grenzen. Um ihre Seiten kompatibel zu machen, müssen Betreiber von
Web-Sites z.B. beachten,
- dass Tag-Namen von nun an grundsätzlich klein
geschrieben werden müssen und
- zu jedem öffnenden Tag ein schließender gehört.
- Attribute wie <a href="http://hostname> müssen zukünftig mit Anführungszeichen
umschlossen werden - also: <a href="http://hostname">
Web-Browser von Netscape und Microsoft der vierten und fünften Generation kommen mit
dem neuen Standard schon weitgehend zurecht.
XHTML Basic ist eine abgespeckte Version der Extensible Hypertext
Markup Language (XHTML), die die Beschreibungssprache HTML
mit XML verknüpft. XHTML Basic soll nach Vorstellung des
World Wide Web Consortium (W3C) vor allem in
Fernsehgeräten, Handheld-PC, Mobiltelefonen und Pagern zum Einsatz kommen. "XHTML
Basic bietet die einfache Struktur und Integrierbarkeit von frühen HTML-Versionen mit den
Fortschritten in XML", so W3C-Günder Tim Berners-Lee.
XHTML-Unterstützung lässt sich vergleichsweise einfach etwa in Mobiltelefone
einbinden, die dann die Fähigkeit erhalten XML-Daten darzustellen. Laut dem W3C kann
XHTML um weitere XML-Elemente wie etwa die Multimedia-Komponente "SMIL" (Synchronized Multimedia Integration
Language) oder die Grafikerweiterung "SVG"
(Scalable Vector Graphics) modular ausgebaut werden.
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