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iMode ist ein aus Japan kommender Handy-Standard, der mit Hilfe von cHTML Inhalte aus dem Internet auf Handys darstellen kann. Im Gegensatz zu WAP in Deutschland erfreute sich iMode in Japan sofort größter Beliebtheit. Nur zwölf Monate nach der Einführung hatten etwa vier Millionen Japaner zugegriffen (siehe www.eu-japan.com/d/imode).

Mitte 2000 startete der bereits 1969 gegründete englische Konzern Logica eine Initiative, um den Internetzugang über Mobilfunk mit der japanischen iMode-Technologie auch in Europa etablieren. Logica wollte dazu den Vertrieb von cHTML und den dazu passenden Gateways in Europa übernehmen. Das Unternehmen belieferte seit Jahren europäische Mobilfunkgesellschaften mit Soft- und Hardware. "Wir glauben", so ein Sprecher gegenüber der britischen Tageszeitung "The Independent", "daß die europäischen Carrier zugreifen."

Am 16.3.2002 hat E-Plus im Rahmen der CeBIT den ersten europäischen i-Mode-Dienst gestartet. Zunächst ist allerdings nur ein Handy des japanischen Herstellers NEC für i-Mode geeignet, n21i. Das Mobiltelefon kostet rund 250 Euro und kann Spiele und Informationen aus dem Internet gegen Abo-Gebühren herunterladen.

siehe auch

i-mode auf dem Weg zum Erfolg
(Meldung vom Electronic Commerce Forum e.V. (eco) vom 9.4.2002)

i-mode, die neue Norm für das schnelle Surfen im mobilen Internet, wird ein Erfolg in Deutschland. Diese Einschätzung vertreten zumindest die Mehrzahl der Mobilkommunikationsexperten hierzulande, wie eine Umfrage des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft, eco Electronic Commerce Forum e.V. (Köln), ergeben hat. Demnach schreiben 70 Prozent der Fachleute i-mode das Potenzial für eine erfolgreiche Marktentwicklung zu. Allerdings: Beachtliche 28 Prozent sagen dem neuen Dienst für Internet-Handys einen Flop voraus. "i-mode ist ein proprietärer Service. Es stellt sich die große Frage ob E-Plus einen ähnlich großen Marktdruck in Deutschland erzeugen kann, wie der Marktführer NTT in Japan," gibt Dr. Bettina Horster, Leiterin des Arbeitskreises M-Commerce im eco-Verband und Vorstand der VIVAI Software AG, zu bedenken.

Als wichtigsten Erfolgsfaktor von i-mode stufen die Experten das Geschäftsmodell ein: 89 Prozent meinen, dass das attraktive Konditionenmodell (86 Prozent des Umsatzes gehen an die Servicebetreiber und nur 14 Prozent an den Mobilfunkbetreiber) viele Anbieter von Services überzeugen wird, qualitativ hochwertige Dienste anzubieten. Daher profitieren die Anbieter mobiler Dienste wie zum Beispiel Spieleentwickler auch am stärksten von i-mode, meinen 52 Prozent der von eco befragten Experten. 35 Prozent halten den Standard und vor allem die farbige Darstellung von i-mode für erfolgsrelevant. Nur 17 Prozent vertreten die Überzeugung, dass technische Hürden i-mode zu Fall bringen könnten. Die meisten Sorgen machen den von eco befragten Experten allerdings die Endgeräte.

Nachdem Nokia offiziell erklärt hat, keine Endgeräte für i-mode zu fertigen, bleiben als Ausrüster nur Nischenanbieter wie bspw. NEC und Toshiba übrig. Gut ein Drittel (34 Prozent) stufen dies als kritisch ein. Deutlich über die Hälfte (58 Prozent) der Spezialisten halten die mangelnde Verfügbarkeit von Endgeräten für ein Hauptproblem von i-mode. Ein knappes Viertel (24 Prozent) stufen auch den aus Japan nach Europa importierten "proprietären" Standard an sich als problematisch ein. Die Mehrzahl der Fachleute erwarten von i-mode jedenfalls keine ernsthafte Bedrohung für die standardisierten GPRS-WAP oder gar UMTS-Services. i-mode wird auch nicht zugetraut, dass es den Services, die mit MMS veredelt werden, den Rang ablaufen kann. Nur 15 Prozent sehen negative Einflüsse auf die künftige UMTS-Entwicklung durch i-mode. 10 Prozent glauben, dass i-mode die Entwicklung von GPRS-WAP beeinträchtigen wird.

Als wichtigste Anwendungen für i-mode stufen die von eco kontaktierten Experten ein: Spiele (26 Prozent), Kommunikation (zum Beispiel Mobile Chat, Messenger; 23 Prozent), Bild-Anwendungen (zum Beispiel mobiles Fotoalbum; 21 Prozent) und standortabhängige Informationsdienste (Location-based Services; 19 Prozent). Im Geschäftsleben werden nach Einschätzung der Experten vor allem Finanzdienstleistungen dominieren (13 Prozent). Andere geschäftliche Anwendungen werden von den Fachleuten nicht als relevant für i-mode eingestuft. 21 Prozent der Fachleute sehen in erster Linie die Netzbetreiber als die Gewinner der neuen Technologie. 16 Prozent sind der Meinung, dass i-mode primär den Interessen der Handyhersteller entgegenkommt. Die Gefahr, dass vor allem die japanischen Hersteller von dem aus Japan stammenden i-mode-Standard profitieren werden, sehen nur 3 Prozent der von eco kontaktierten Fachleute. Fast jeder fünfte Experte (19 Prozent) vertritt die Ansicht, dass die Verbraucher die eigentlichen Nutznießer von i-mode sind, weil sie damit unterwegs schneller und einfacher auf Inhalte des mobilen Internet zugreifen können.

Die meisten Fachleute (43 Prozent) billigen i-mode in Europa bis zum Jahr 2005 einen Marktanteil von 10 bis maximal 25 Prozent zu. 38 Prozent glauben, dass der in Japan überaus erfolgreiche Standard für das mobile Internet in Europa die Marke von 10 Prozent Marktanteil nicht überspringen wird. 15 Prozent der Experten geben i-mode eine Chance auf mehr als 25 Prozent Marktanteil in Europa bis 2005. Über die Hälfte der Spezialisten (53 Prozent) glauben allerdings nicht, dass sich i-mode erfolgreicher als die ebenfalls neue Norm MMS (Multimedia Messaging Service) entwickeln wird, hat eco ermittelt. eco Electronic Commerce Forum e.V. (www.eco.de) ist der Verband der Internetwirtschaft in Deutschland. Ziel ist, die kommerzielle Nutzung des Internets voranzutreiben, um die Position Deutschlands in der Internet-Ökonomie und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. eco Forum e.V. versteht sich als Interessenvertretung der deutschen Internetwirtschaft gegenüber der Politik, in Gesetzgebungsverfahren und in internationalen Gremien.
  

Kunden innerhalb eines Jahres vervierfacht:
20 Millionen Japaner nutzen i-Mode
(Meldung vom ComputerChannel vom 5.3.2001)

Das japanische TK-Unternehmen NTT Docomo hat die Kunden seines "i-Mode"-Service innerhalb eines Jahres vervierfacht und zählt nun 20 Millionen User. Mit i-mode können Nutzer per Handy ins Internet gehen und unter anderem E-Mails aus dem weltweiten Datennetz abrufen.

i-mode war im Februar 1999 an den Start gegangen und fand anders als die in Europa verfügbaren WAP-Dienste großen Anklang bei den Mobilfunkkunden. In Deutschland will der Netzbetreiber E-Plus, eine Tochterfirma der holländischen KPN, Ende des Jahres Dienste über das Übertragungsprotokoll i-mode anbieten. Im Januar hatte die Telecom Italia Mobile, KPN und NTT Docomo eine Zusammenarbeit angekündigt, um den Handy-Dienst in Europa zu verbreiten.

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Dualband
Dualmode
GPRS, GSM, HSCSD
Handy
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