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INTERNET-Zahlen (2003)INTERNET, World Wide Web, WWW, Internet Studien, Marktforschung, Erhebungen, Medienforschung, Konsumforschung, Bevölkerungsgruppen, E-Mails, Surfen, Internet-Nutzer, E-Commerce, Online-Dienstleistungen, Online-Marktforscher, Internetnutzer, Nutzungsverhalten, Untersuchungen, Online-Nutzer, Onlineshopping, Online, Internet-Angebote, Datennetze, Meinungsforschungsinstitute, Markt-Entwicklungen, Infratest, Verbreitungsgrad, Erhebung, Markforscher, Internetnutzung, Research, Internetdienste, Wirtschaftsinformationen, Entertainment, Musik hören, Downloads, Online-Spiele, knowledge-gap, Online-Monitor

    

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Wie groß ist die INTERNET-Community / die INTERNET-Gemeinschaft? Auch wenn mehrere Marktforschungsunternehmen regelmäßig Einblick in einen Teil ihrer Untersuchungsergebnisse geben, bleibt das Ergebnis unbefriedigend. Die methodischen Probleme sind einfach noch zu groß; wie definiert man beispielsweise einen INTERNET-Nutzer.

  • Genügt es, wenn die betreffende Person am Arbeitsplatz über einen weltweiten E-Mail-Zugang verfügt?
  • Und wer ist ein World Wide Web-Nutzer? Kann man etwa alle T-Online-Kunden oder AOL-Nutzer als "Surfer" bezeichnen? Auch wenn sie die Zugangssoftware nur für Homebanking-Zwecke einsetzen?

Aber auch ohne den Blick auf die absoluten Zahlen, ergeben sich aus den Studien selber - mindestens mal im historischen Vergleich - viele interessante Trends.

Beiträge:   

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siehe immer auch:
Internet-
trafficreport

 
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NRW: Internet, Handy und PC gehören bei immer mehr Haushalten dazu

Mobilfunk-Telefone und Personalcomputer gehören auch in Nordrhein-Westfalen bei immer mehr Haushalten zur Grundausstattung: Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand erster Ergebnisse der "Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003" (EVS) mitteilt, verfügten Anfang 2003 drei Viertel (76,3 Prozent) aller NRW-Haushalte über ein Mobiltelefon und nahezu zwei Drittel (61,6 Prozent) über einen PC. Fast jeder zweite Haushalt (47,1 Prozent) war mit einem Internetanschluss bzw. Internetzugang ausgestattet. Im Vergleich zur letzten EVS aus dem Jahr 1998 hat sich die Ausstattung der Privathaushalte mit Informations- und Telekommunikationstechnik verbessert. Vor fünf Jahren gab es nur in etwa jedem achten Haushalt (12,2 Prozent) ein Handy oder Autotelefon und weniger als die Hälfte der Haushalte (43,7 Prozent) verfügte über einen PC. Anschlüsse an das bzw. Zugänge zum Internet waren vor fünf Jahren nur in jedem zehnten Haushalt (9,6 Prozent) vorhanden.

Für die EVS 2003 geben in NRW 14.000 Haushalte freiwillig Auskünfte über ihre Ausstattung mit langlebigen Gebrauchsgütern, ihre Wohnsituation sowie ihr Vermögen. Außerdem führen die Haushalte über drei Monate ein Haushaltsbuch, in das sie alle Einnahmen und Ausgaben aller Haushaltsmitglieder eintragen. Die EVS findet alle fünf Jahre statt; bundesweit beteiligen sich ca. 60.000 Haushalte.

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DIW:
Internetnutzung in Deutschland: Nach Boom nun langsamerer Anstieg erwartet
(Juli 2003)

Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland hat in den letzten acht Jahren einen rasanten Anstieg erlebt. Während es im Frühjahr 1995 in Deutschland gerade einmal 250.000 Internetnutzer gab, waren es im Mai 2003 bereits knapp 39 Millionen. Dies bedeutet, dass aktuell etwa 47 % der gesamten Bevölkerung in Deutschland online sind, so der Wochenbericht 30/2003 des DIW Berlin.

Das Internet hat sich auch in den Unternehmen fest etabliert. Im April 2002 nutzten bereits 62% der Firmen in Deutschland das Internet, mit weiterhin steigender Tendenz. Die Bedeutung des Internets als Wirtschaftsfaktor wird weiter zunehmen, da dieses Medium auch künftig immer stärker genutzt werden wird. Voraussichtlich wird die Zahl der Internetnutzer in Deutschland bis zum Jahre 2007 auf etwa 48 Mill. steigen.

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 TNS Emnid, Initiative D21: Internet-Nutzung in Deutschland bei 50 Prozent
(Juni 2003)

In diesem Jahr ist die Hälfte der Deutschen im Internet. Um 5,4 Millionen neue Internet-Nutzer steigt die Zahl der Onliner in Deutschland damit auf insgesamt 32,1 Millionen Bundesbürger über 14 Jahre. Zählten im vergangenen Jahr noch 50,1 Prozent der Deutschen zu den Offlinern, also zu den Nicht-Nutzern des Internets ohne Beschaffungsabsicht, und 41,7 Prozent zu den Nutzern des Mediums, so hat sich das Verhältnis in diesem Jahr nahezu umgekehrt: Den 50,1 Prozent Onlinern stehen heute 42,7 Prozent Offliner gegenüber. Noch immer sind vorwiegend sozial Schwächere, Personen mit niedrigerem Bildungsstand und ältere Menschen nicht online. Jeder zweite Bundesbürger ohne Job nutzt das Internet, was einer Steigerung um 17 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. - Dies sind die Kernergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2003, den TNS Emnid und die Initiative D21 am 23. Juni in Berlin vorgestellt haben. Mit über 30.000 Interviews ist dies die größte Studie zur Nutzung und Nicht-Nutzung des Internets, die es ermöglicht, bis auf die Ebene der Regierungsbezirke regionale Unterschiede der Internet-Nutzung in Deutschland sichtbar zu machen. So konnten beispielsweise auch besonders starke Zuwächse der Internet-Nutzung in den neuen Bundesländern festgestellt werden: Hier stieg der Anteil der Internet-Nutzer von 37 auf 47 Prozent in 2003. Das West-Ost-Gefälle der Internet-Nutzung, das 2002 noch deutlich ausgeprägt war, verschwimmt damit zusehends. In einigen Regierungsbezirken Ostdeutschlands sind anteilsmäßig sogar mehr Bundesbürger online als in Teilen der alten Bundesländer.

Ebenso wie in den letzten Jahren ist die Initiative D21 wieder der Projektpartner des (N)ONLINER Atlas. Seit die Initiative D21 vor drei Jahren die Diskussion über die "digitale Spaltung in Deutschland" angestoßen hat, sind auf Bundes- und Landesebene eine Vielzahl von Aktivitäten gestartet worden. Erwin Staudt, Vorsitzender der Initiative D21, verdeutlicht die Wichtigkeit der "digitalen Alphabetisierung": "Noch leben wir in einer dualen Welt: Inhalte sind off- oder online erhältlich. Aber aus Kostengründen bieten immer mehr Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen im Netz an. Und die Verwaltung wird folgen müssen. Wenn manche Dienste nur noch im Internet zugänglich sind, wird es für die Offliner zu spät sein." "Die Tür zur modernen Informationsgesellschaft muss allen offen stehen!", fordert auch Nina Fluck, Projektleiterin des (N)ONLINER Atlas bei TNS Emnid. "Wer hindurchgeht und wer nicht, ist dann eine individuelle Entscheidung", so Fluck.

Der Blick auf die andere Seite des digitalen Grabens zeigt, dass Offliner, also Nicht-Nutzer des Internets ohne Beschaffungsabsichten, deutlich älter und überwiegend weiblich sind, über ein formal niedriges Bildungsniveau und ein deutlich niedrigeres Einkommen verfügen. Auch wenn die Zahl der Offliner stetig abnimmt, treten die Merkmale, die Onliner und Offliner unterscheiden, deutlich hervor. So werden Onliner im Durchschnitt zwar immer älter, die Offliner allerdings auch. Allein in der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren sind seit 2002 1,8 Millionen neue Onliner zu verzeichnen. Das Durchschnittsalter der Onliner ist von 36,6 Jahre auf 37,7 Jahre gestiegen, während die Hälfte der Offliner älter als 62 Jahre ist.

Auch der Abstand zwischen Männern und Frauen bezüglich der Internet-Nutzung hat sich im letzten Jahr wieder vergrößert. Zwischen 2001 und 2002 war der Zuwachs an weiblichen Internet-Nutzern größer. In diesem Jahr sind 80 Prozent der Männer zwischen 14 und 40 Jahren online und 68 Prozent der Frauen. Die Abstände vergrößern sich in den höheren Altersgruppen: Die knapp 6 Prozent Onliner unter den über 70-Jährigen sind zu 80 Prozent Männer.

Zum zweiten Mal in Folge ist Frankfurt am Main mit einem Onliner-Anteil von 61 Prozent die Internethauptstadt Deutschlands, gefolgt von Dresden mit 59 Prozent und Stuttgart mit 58 Prozent. Das Ranking der Top-Ten Offliner-Städte führt Dortmund mit 47 Prozent an, gefolgt von Leipzig und Essen mit jeweils 46 Prozent und Nürnberg mit 45 Prozent Offlinern. Zwar gibt es 2003 kein lineares Stadt-Land-Gefälle der Internetnutzung (mehr), in dünn besiedelten Regionen ist der Anteil der Internet-Nutzer dennoch nach wie vor meist unterdurchschnittlich.

Der "(N)ONLINER Atlas 2003" ist eine gemeinsame Untersuchung von TNS Emnid und der Initiative D21 mit freundlicher Unterstützung der Dresdner Bank AG, Deutsche Telekom, Lycos, IBM Deutschland und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.
Die Print-Ausgabe des "(N)ONLINER Atlas 2003. Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland" kann zum Preis von je 21 Euro Schutzgebühr über nonliner-atlas.de  bestellt werden. Der Betrag wird vollständig zur Unterstützung eines Jugendprojektes der Initiative D21 verwendet.

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Knapp die Hälfte der Deutschen ist online
(Mai 2003)

Eine Studie dreier Institute im Frühjahr 2003 hat ergeben, dass 46 Prozent der Deutschen online seien. Die Essenz der Studie besagt, dass

  • tendenziell die Internetnutzer jung sind,
  • einen hohen Bildungsabschluss haben und
  • in Haushalten mit einem vergleichsweise hohen Einkommen leben.
  • Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit im vorderen Mittelfeld.

Der Zugang zum Internet findet laut Studie überwiegend via ISDN statt, nur selten über das Handy oder per DSL-Anschluss. Pro Tag verbringen die Befragten mit pauschaler Abrechnung (Flatrate) rund zwei Stunde online, der Rest eine Stunde weniger. Diese Zeit geht zu Lasten des Kontakts zu Familien- und Haushaltsmitgliedern; die mit Freunden oder mit Sport verbrachte Zeit leidet dagegen so gut wie gar nicht. Zu den klassischen Medien wird das Internet zudem komplementär genutzt: Besonders der Fernsehkonsum verringert sich. Die Lektüre von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften soll dagegen durch das Internet kaum beeinflusst sein.

Am häufigsten werden E-Mail und Instant Messaging genutzt. Aber auch Nachrichten regionaler, nationaler und internationaler Web-Sites werden viel gelesen - und das, obwohl nur jeder Fünfte die Internetinhalte in ihrer Gesamtheit für glaubwürdig hält!

Sicherheitsbedenken sollen viele Onliner von Einkäufen im Internet abhalten; andererseits haben 46 Prozent von ihnen bereits dort eingekauft. Die Häufigkeit steigt mit der Internet-Erfahrung. Die meisten der Befragten fühlen sich im Internet generell nicht sicher und sehen Datenschutz sowie Privatsphäre gefährdet. Wenig Sorge machen sie sich allerdings am Arbeitsplatz: 37 Prozent der Befragten surfen im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit zu privaten Zwecken, 60 Prozent schreiben private E-Mails - und fühlen sich dabei vom Arbeitgeber unbeobachtet oder schlecht kontrolliert. 65 Prozent der Befragten sind allerdings auch der Meinung, dass die Produktivität darunter nicht leidet.

Was ist mit den Offlinern? 80 Prozent wollen in den kommenden 12 Monaten nicht online gehen, heißt es in der Studie. Weil das Internet zu einem wichtigen Instrument der Wissensvermittlung geworden sei, sehen die Medieninstitute hier ein erheblichen Nachholbedarf und haben einen 10-Punkte-Katalog mit Empfehlungen zur Internet-Entwicklung und digitalen Integration herausgegeben, der der Studie beigefügt ist (siehe auch unten)

Die Studie wurde in Zusammenarbeit der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), des Europäischen Zentrums für Medienkompetenz GmbH (ecmc) und dem Europäischen Medieninstitut (EIM) erstellt. Dazu wurden 3004 Deutsche zwischen 14 und 75 Jahren befragt. Die Befragung wurde am 20. 4. 2002 abgeschlossen. Ziel der Studie war es, Erkenntnisse über der Einfluss der Nutzung beziehungsweise Nichtnutzung des Internets auf Medienpolitik und Gesellschaft zu gewinnen.

10 Punkte Katalog: Gemeinsame Empfehlungen des EIM und der ecmc GmbH zur Internetentwicklung und zur Digitalen Integration

  1. Förderung einstiegsfreundlicher Projekte (z.B. in Form von Public Private Partnership) zur Verbreitung von Primärerfahrungen mit dem Internet in spezifischen nutzungsfernen Bevölkerungsgruppen
  2. Unterstützung von Initiativen und Multiplikatoren zur Verbreitung der "Network effects" auf lokaler und regionaler Ebene
  3. Förderung von Medienkompetenz im Sinne einer Sensibilisierung und Stärkung der Erziehungsberechtigten/Lehrer zur adäquaten Begleitung der Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen
  4. Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit von Geräten und Programmen sowie der Entwicklung einer flexiblen Infrastruktur-Plattform, die einen einfachen Zugang zum Internet ermöglicht
  5. Unterstützung von attraktiven Geschäftsmodellen, die beispielsweise in Kombination mit einer Flatrate kostengünstige Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten bereitstellen
  6. Ausbau spezifischer und bedarfsgerechter Mehrwert-Angebote, differenziert nach Zielgruppen und situativem Kontext
  7. Etablierung eines "Journalistenmodells" für glaubwürdige Informationen und Inhalte im Internet
  8. Stärkung der Vertrauensbildung beim E-Commerce und E-Government durch vertragliche Regelungen und Vereinbarungen zur Ko-Regulierung bezüglich der Sicherung von Privatsphäre, Datenschutz und Datensicherheit
  9. Anpassung der Struktur- und Rahmenbedingungen in den verschiedenen Politikbereichen (Wirtschaftspolitik, Technologiepolitik, Bildungspolitik etc.) zur Überwindung des Digital Divide
  10. Kontinuierliches internationales Benchmarking zur Überprüfung nationaler und regionaler Maßnahmen und Wirkungen.

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LDS NRW: Haushalte mit Kindern bei der Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien führend
(März 2003)

Haushalte mit Kindern sind neuen Informations- und Kommunikationstechnologien gegenüber besonders aufgeschlossen: Während 85 Prozent der nordrhein-westfälischen Haushalte mit Kindern einen PC besitzen, sind es bei Haushalten ohne Kinder nur 49 Prozent. Auch der eigene Internetanschluss ist gegenüber kinderlosen Haushalten fast doppelt so häufig vorhanden (63 Prozent gegenüber 37 Prozent). Dies ergab eine EU-weite Studie zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien, die in NRW 2002 vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik durchgeführt wurde.

Bei allein Erziehenden liegen für PC-Besitz und Internetanschluss die Anteile durchschnittlich zehn Prozent unter den Ergebnissen der anderen Haushalte mit Kindern.

44 Prozent aller Haushalte in NRW verfügen über einen Internetanschluss. Dabei greifen sie in fast allen
Fällen (zu 93 Prozent) über einen PC auf das Internet zu; neuere Zugangstechnologien wie Palm-Top oder Internet via Fernseher spielen nur eine geringe Rolle.

Im Gegensatz zur landläufigen Vermutung, der Datensicherheit im Internet werde nicht vertraut, ergab die Frage nach Gründen (Mehrfachnennungen waren möglich), warum ein Haushalt keinen Internetanschluss hat, dass nur 15 Prozent dieser Haushalte Sicherheitsbedenken haben. Hingegen nutzen 47 Prozent nicht das Internet, weil sie die Inhalte als nicht interessant für sich ansehen. Zu hohe Anschaffungskosten bzw. Zugangs- und Telefonkosten nannten mehr als 30 Prozent als Grund. Und gut ein Viertel (27 Prozent) spricht sich gegen einen eigenen Internetanschluss zu Hause aus, weil von anderen Stellen - z. B. am Arbeitsplatz, im Internetcafe oder bei Nachbarn - auf das Internet zugegriffen werden kann.

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DESTATIS:
Internetzugang in 43% der Haushalte und 62% der Unternehmen
(Februar 2003)

Wie DESTATIS, das Statistische Bundesamt mitteilt, hatten in Deutschland im ersten Quartal 2002 rund 16 Mill. Haushalte einen Internetzugang, dies entspricht einem Anteil von 43%. Damit lag Deutschland etwas über dem EU-Durchschnitt von 40% (Juni 2002), erreichte jedoch nicht den Verbreitungsgrad in den führenden EU-Ländern, wie in den Niederlanden (66%), und blieb auch unter dem Niveau der USA und Kanadas, wo schon im Jahr 2001 jeder zweite Haushalt über einen Internetzugang verfügte.

62% der Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und weiteren Dienstleistungsbereichen nutzten im Jahr 2002 das Internet für ihre Geschäftsabläufe. Damit ist Deutschland bei der Internet-Nutzung durch Unternehmen im europäischen Vergleich zwar nicht führend, das Niveau ist allerdings hoch und der Abstand zu den führenden Staaten nicht groß.

Diese und weitere Ergebnisse über die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie in privaten Haushalten und in Unternehmen im Jahr 2002 hat der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, am 6.2. in einem Pressegespräch "Informationstechnologie in Haushalten und Unternehmen" in Frankfurt am Main vorgestellt. Die Ergebnisse stammen aus zwei EU-weit harmonisierten Pilotstudien, die das Statistische Bundesamt in Zusammenarbeit mit Statistischen Ämtern der Länder im Jahr 2002 durchgeführt hat.

Auf Grund der hochgerechneten Angaben von ca. 5 000 befragten privaten Haushalten und 6.675 Unternehmen verschiedener Wirtschaftszweige in Deutschland wurden erstmalig umfassende Daten zur Verbreitung und Nutzung von PC und Internet in Deutschland gewonnen.

Vor allem Haushalte mit einem oder mehreren Kindern sowie Haushalte mit höherem monatlichem Haushaltsnettoeinkommen nutzten einen PC sowie das Internet zu Hause. Rentnerhaushalte sowie Haushalte mit niedrigem Haushaltsnettoeinkommen (unter 1.300 Euro) besaßen eher selten einen Internetzugang.

Rund 34 Mill. Menschen nutzten in Deutschland im ersten Quartal 2002 das Internet, das waren 46% der Bevölkerung im Alter ab zehn Jahren. Der Anteil der Internet-Nutzer war bei Männern mit 52% um 11 Prozentpunkte höher als bei Frauen (41%). In den jüngeren Jahrgängen fiel der Abstand zwischen den weiblichen und männlichen Internet-Nutzern geringer aus.

Die 16- bis 24-Jährigen nutzten das Internet mit 77% am häufigsten. In der Gruppe der 55- bis 64-Jährigen waren lediglich 26% der Personen online.

Der überwiegende Teil der Nutzer sah im Internet vor allem

  • ein Kommunikationsmittel (75% der Internet-Nutzer),

  • eine wichtige Informationsquelle über Produkte und Dienstleistungen (65%) sowie

  • eine Wissensquelle für die allgemeine und berufliche Bildung (42%).

Jeder zweite volljährige Internet-Nutzer kaufte online ein. Die höchsten durchschnittlichen Ausgaben entfielen auf die Produktgruppen Reisedienstleistungen (522 Euro je Online-Käufer), Elektronikartikel (einschl. Video- und Fotokameras, 285 Euro) und Computer-Hardware (259 Euro).

Bestimmend für den Einsatz von Informationstechnologie in Unternehmen scheint weniger die Branche, in der das Unternehmen seinen wirtschaftlichen Schwerpunkt hat, als vielmehr seine Größe zu sein. So setzten praktisch alle Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten durchgehend Computer im Geschäftsablauf ein. Bei den Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten waren es lediglich 68%. Ein ähnliches Bild ergab sich bei der Nutzung von Internet und E-Mail. Hier waren es bei den großen Unternehmen wiederum fast alle, bei den kleinen nur 58% bzw. 55%, die Internet und E-Mail im Geschäftsablauf einsetzten.

Von den Unternehmen der befragten Wirtschaftszweige verfügte fast ein Drittel (400.000) über eine eigene Internet-Präsenz und zwar von den weitaus meisten Unternehmen für ihr Marketing.

Der direkte Handel über das Internet hatte für die befragten Unternehmen eine eher untergeordnete Bedeutung. Zwar haben im Jahr 2001 rund 8% der Unternehmen Bestellungen über das Internet erhalten und rund 24% selbst über das Internet bestellt. Die über dieses Medium getätigten Umsätze und Aufwendungen waren mit jeweils ca. 1% aber gering.

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten (51%) in den befragten Wirtschaftszweigen arbeitete an einem Computer, 56% von ihnen hatten auf diesem Weg auch Zugang zum Internet.

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