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LINUX Bücher zum Thema Software zum Thema

UNIX-Variante, die von dem Finnen Linus Torvalds initiiert wurde und inzwischen von sehr vielen begeisterten Programmierern weiterentwickelt wird. Linux wird als GPL (General Public License) vertrieben - d.h.: nur der Vertrieb selber kostet Geld, die eigentliche Lizenz des Betriebsystems bzw. der Software ist kostenlos.

In Fachkreisen wird Linux als das stabilste und flexibelste Betriebssystem für PCs und Server mit dem besten Preis-/Leistungs-Verhältnis und dem größten Entwicklungspotential gelobt. Im Gegensatz zu herkömmlicher Software hat der Anwender bei Open Source-Software oftmals die Option, sie individuell zu verändern und willkürlich weiterzugeben, mit der Bedingung, stets den Quellcode zugänglich zu machen. Und dabei ist sie auch noch sehr kostengünstig.

historischer Abriß

  • 1991
    Linus Torvalds programmiert ein Betriebssystem-Fragment und verkündet das in Newsgroups - 3 Monate später schicken einige Programmierer Bugfixes zurück
  • 1992
    Linux läuft auf INTEL-x86-Prozessoren - die grafische Benutzeroberfläche wird angepaßt - 1.000 Anwender
  • 1993
    über 100 Programmierer schreiben inzwischen Code für Linux - 5 Programmierer, die Torvalds ausgesucht hat, kümmern sich um die Weiterentwicklung der Software. 20.000 Anwender
  • 1994
    Linux wird netzwerkfähig - 100.000 Anwender
  • 1995
    läuft auf Prozessoren von INTEL, Digital und Sun Sparc - 500.000 Anwender
  • 1996
    Linux Version 2.0 steuert mehrere Prozessoren gleichzeitig an - 1,5 Mio. Anwender
  • 1997
    aktualisierte Linux-Version erscheinen wöchentlich - 3,5 Mio. Anwender
  • 1998
    KDE-Projekt gestartet - 7,5 Mio. Anwender
  • 1999
    10 Mio. Anwender

Regeln für die Versionierung von LINUX-Versionen

Als stabil geltende Kernel-Version, die zum täglichen Einsatz gedacht sind, erhalten eine gerade Nummer nach dem Punkt (z.B. 2.2.x), Entwicklerversionen eine ungerade (z.B. 2.3.x). Wenn Linux-Erfinder Linus Torvalds und seine Kollegen der Meinung sind, daß eine Entwicklerversion stabil genug ist, wird sie entsprechend umbenannt - z.B. in "2.4.x"

Das deutsche LINUX-Forum ist eine vielversprechende Anlaufstelle für Anfänger und Fortgeschrittene. Derzeit ist das Forum noch im Aufhau. Neben den obligatorischen Links zu verwandten Sites dient sie als Forum für die Linux-Usergroups und präsentiert News: www.linux.de

Eine kleine, aber feine Link-Sammlung rund um Linux sowie alle 1997/98 im PC Magazin erschienenen Linux-Artikel im PDF-Format gibt es unter: www.pc-magazin.de/magazin/d0398/linuxlinks.htm

weitere Links:

Am Rande: "7 Kilogramm Linux für DM 10,99" ;-) Im ersten Moment könnte man meinen, es handele sich um einen Aprilscherz: Bei der Discounter-Kette Plus findet man seit Mitte April 2001 auch "Linux" - aber als Waschmittel. Tatsächlich ist der Name "Linux" ein eingetragenes Warenzeichen des schweizerischen Seifenherstellers Rösch AG - zumindest für Waschmittel: www.plus.de

LDPS

Abkürzung für "Linux Development Platform Specification" • Mit LDPS wurde ein erster einheitlicher Standard für Software-Entwicklungen für die Linux-Plattform geschaffen. Die LDPS wird von Unternehmen wie Caldera Systems, Corel, Red Hat, SuSE, TurboLinux und VA Linux Systems unterstützt. Der Standard soll es Software-Entwicklern ermöglichen, ihre Software schneller Distributions-übergreifend zu portieren.

"LDPS ist die erste von vielen geplanten Spezifikationen die sowohl Open Source-Entwicklern als auch Unternehmen Linux-Portierungen erleichtern soll", erläuterte Dan Quinlan, President der Free Standards Group. Die Referenz der LDPS vereinfache den gesamten Software-Entwicklungsprozess.

Multics / Unics

1969 wurde bei Bell Laboratories an einem neuen Betriebssystem gearbeitet. Es enthielt u.a. ein aus damaliger Sicht revolutionäres "hierariches Dateisystem" - also eine baumartige Verzeichnis-Struktur wie sie 1983 auch in der MS-DOS-Welt eingeführt wurde. Dieses System sollte den Namen Multics bekommen.

Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt war Bell Laboratories allerdings finanziell in Bedrängnis. Um das Unternehmen zu retten, wurden branchenfremde Manager eingestellt, die das Multics-Projekt stoppten.

Ken Thompson. einer der Multics-Entwickler konnte es nicht ertragen, dass dieses vielversprechende Projekt gestoppt worden war, und implementierte ein Multics-artiges System auf einer DEC PDP 7. Dieses System taufte er auf den Namen Unics - in Anlehnung an das Vorbild Multics. Später wurde der Name von "Unics" in "Unix" umgetauft:

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1971 schrieben Ken Thompson (siehe Multics) und Denis Ritchie das komplette Multics-/ Unics-System neu, diesmal in der von Denis Ritchie entwickelten und von Brian Kernighan verbesserten Programmiersprache C, die seitdem untrennbar mit Unix verbunden ist. Es entstand damit ein Betriebssystem, das auf verschiedenen Computern eingesetzt werden kann (auch PCs). Außerdem gibt es UNIX in unterschiedlichen Versionen von unterschiedlichen Herstellern. Besonders interessant ist das UNIX-Derivat "LINUX", das als Open Source-Betriebssystem konzipiert ist und kostenlos übers Internet bzw. sehr preiswert über sogenannte "LINUX-Distributionen" bezogen werden kann.

Im Mai 1998 hat die "Open Group" die Spezifikationen fuer den Unix-98-Standard veröffentlicht. Ziel dieser Spezifikation war es, die verschiedenen Unix-Umgebungen zu harmonisieren. Unix 98 definiert beispielsweise Schnittstellen für den Zugriff auf große Dateisysteme, die Kompatibilität mit 64-Bit-Rechnern oder die Unterstützung für das Jahr 2000. Außerdem werden die drei Unix-Produkttypen Base, Workstation und Server spezifiziert. Ein Unix-98-Server etwa muß unter anderem die aktuellen Internet-Protokolle sowie Java, DNS und SNMP unterstützen. AIX von IBM und SOLARIS von Sun sind z.B. auch Unix-98-kompatibel

siehe auch:

Unix wird eine Milliarde Sekunden alt : Geburtstag mit Nebeneffekt
(Meldung von iX vom 15. März 2001)

Am 9. September 2001 wird das Betriebssystem Unix eine Milliarde Sekunden alt. Das auf den ersten Blick nur theoretisch interessante Datum könnte sich als Stolperstein für einige Internet-Anwendungen erweisen, berichtete das IT-Profimagazin iX in seiner Ausgabe 4/2001.

Für sämtliche Unix-Systeme - und damit auch Linux - beginnt die Zeitrechnung am 1. 1. 1970 um 0.00 Uhr. Auf dieses Datum bezieht sich die Systemzeit aller Unix- und Linux-Varianten, das "Alter" wird in Sekunden gemessen. Exakt am 9. September um 3:46:40 Uhr MEZ erreicht der Sekundenzähler die Milliardengrenze.

Die interne Darstellung dieses Zählers ist binär, kennt also nur die Zahlen 1 und 0; zu einem Überlauf kommt es daher erst im Jahr 2038. Aber viele Entwickler nutzen die menschenlesbare Form des Sekundenzählers - die Repräsentation als Zeichenkette - zur Generierung von Message-IDs, Kennzeichnung von Datenbankeinträgen und so weiter. Dabei kann es zu ähnlichen Schwierigkeiten kommen, wie sie das Jahr 2000 nach sich zog: Feldlängen werden überschritten, Sortier-Algorithmen stimmen nicht mehr.

"Natürlich", so iX-Chefredakteur Jürgen Seeger, "hat das Eine-Milliarde-Problem bei weitem nicht die Dimensionen des Jahr-2000-Problems. Programmierer und Administratoren im Unix-Umfeld sollten allerdings möglichst bald untersuchen, ob ihre Anwendungen davon betroffen sein könnten. Schließlich sei durch gute Vorbereitung der Übergang in das Jahr 2000 hervorragend gemeistert worden, da werde man sich doch nicht wegen des Sekundenüberlaufs blamieren wollen".

Solaris Bücher zum Thema Software zum Thema

Sun-Version des Betriebssystems Unix • ab der Version 7 von 1998 / 1999 mit 64-bit-Adressierungen.

Solaris läuft auf dem Sparc-Mikroprozessor von Sun sowie auf Servern mit Prozessoren von INTEL. Ed Zandler, der Geschaeftsführer von Sun, glaubt im Oktober 1998, daß Sun gegenüber Microsoft in Vorsprung von drei Jahre habe; er vertritt die Ansicht, daß das schlankere Solaris, das nur aus 12 bis 13 Millionen Zeilen Code besteht, stabiler läuft als Windows NT4, dessen Programm-Code aus mehr als 35 Millionen Zeilen bestehen soll. Außerdem haben sich IBM, Sequent sowie Santa Cruz Operation (SCO) darauf verständigt, gemeinsam ein Unix-Betriebssystem zu entwickeln, das sowohl auf Intel- als auch auf IBM-Mikroprozessoren laufen soll.

Die Tatsache, daß Microsoft über ein Jahr die Veröffentlichung der neuesten Version seines Betriebssystems Windows NT verschoben hat (Windows NT 5 bzw. Windows 2000), hat Sun die Gelegenheit gegeben, Solaris 7 einzuführen.
 

Meldungen zum Thema "LINUX":


 
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Entschieden: Bundestag erhält Linux und Windows XP
(Meldung der vom 3.1.2002)

Auf rund 150 Servern des Bundestags soll ab 2003 die Microsoft-Software durch Linux ersetzt werden. Eine entsprechende Empfehlung verabschiedete die Kommission des Ältestenrates für Informations- und Kommunikationstechnik in Berlin mit den Stimmen von SPD und Grünen. Beide Parteien bewerten dies als einen Einstieg für den weiteren Einsatz von so genannten Open-Source-Produkten. Die etwa 5000 Rechner an den Arbeitsplätzen der Abgeordneten sollen jedoch mit dem Microsoft-Betriebssystem "Windows XP" ausgestattet werden, teilte der Kommissions-Vorsitzende Uwe Küster (SPD) mit.

"Die öffentlichen Verwaltungen benutzen bundesweit eine Million Rechner, da gibt es noch viele Möglichkeiten, freie Software einzusetzen, besonders auf dem Desktop", sagte Andreas Gebhard, Initiator des parteiübergreifenden Zusammenschlusses von Parlamentariern, der Bundestux Initiative.

Auch die FDP-Fraktion begrüßte grundsätzlich den Einsatz von Open-Source-Produkten, warnte jedoch vor zu hohen Kosten. Sollte es bei dem Plan der Regierung bleiben, künftig auch die Abgeordneten-Arbeitsplätze mit Linux auszustatten, kämen auf den Steuerzahler Zusatzbelastungen in Millionenhöhe zu.

Die Kosten für die Umstellung nach der Empfehlung liegen laut Küster schätzungsweise bei 9,5 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre. Der Bundestag musste eine Entscheidung für ein neues Betriebssystem fällen, da Microsoft die Unterstützung für das bisherige Betriebssystem "Windows NT" im kommenden Jahr einstellt.
 

Software-Verband nimmt Stellung zu Linux im Bundestag
(Meldung der c't vom 6.1.2002)

Der Verband der Softwareindustrie Deutschland e.V. (VSI) hat eine Reihe "nicht unerheblicher Argumente" gegen Open Source in die Debatte um Linux im Bundestag geworfen. In einem offenen Brief an den Vorsitzenden des Linux-Verbandes Daniel Riek bezieht der VSI-Vorsitzende Rudolf Gallist Position.

Dabei äußert Gallist Bedenken hinsichtlich Zukunftssicherheit oder Gewährleistung und Support bei Open Source. Unter Verweis auf die hohe wirtschaftliche Bedeutung der "klassischen" deutschen Software-Industrie, deren Grundlage das "geistige Eigentum" an den entwickelten Programmen sei, fragt er: "Ist es zulässig, einen neuen Ansatz von Softwareentwicklung einseitig zu fördern und damit das gesamte Geschäftsmodell der deutschen Softwareindustrie in Frage zu stellen?"

Ganz unvertraut sind diese Argumente natürlich nicht, denn immerhin war Gallist bis vor zwei Jahren bei Microsoft Deutschland Geschäftsführer für den Bereich der mittelständischen Unternehmen und Partnergeschäfte. Im Frühjahr 2000 verließ er den Vorstand des Konzerns, um sich künftig um die Außendarstellung des Unternehmens zu kümmern. Microsoft hatte Linux und Open Source im vergangenen Jahr mehrfach mit dem Argument attackiert, dass Open Source geistiges Eigentum zerstöre. Inzwischen ist der Redmonder Softwareriese zu verstärkten Marketingmaßnahmen gegen das mittlerweile offen zum Gegner erklärte freie Betriebssystem übergegangen.
 

Ein kühner Plan: Linux statt Windows - Bundestag prüft den Umstieg auf Freie Software - Deutschlandweit fünf Milliarden Mark Sparpotenzial
(Meldung der Berliner Morgenpost vom 7.10.2001)

Glaubenskriege gibt es nicht nur in der wirklichen Welt, sondern auch in der virtuellen. Seit Jahren streiten Computer-Fans heftig über das «richtige» Betriebssystem - auf der einen Seite die Anhänger von Microsoft Windows, auf der anderen die Kämpfer für Freie Software und Linux. Nun könnte der Streit auch Deutschlands höchstes Verfassungsorgan erreichen - den Deutschen Bundestag.

Derzeit wird ernsthaft geprüft, die mehr als 5000 PCs der Abgeordneten und Verwaltungsangestellten von Windows auf Linux umzustellen. Ein kühner Plan. Denn wenn so etwas erst Schule macht, steht letztlich das Microsoft-Monopol in allen deutschen Behörden zur Disposition. Mit Linux, so schätzen Experten, könnte allein der Bund rund 250 Millionen Mark sparen, landesweit wären es etwa fünf Milliarden. Linux ist nämlich kostenlos.

Beim Riesen aus Redmond indessen scheint das Thema trotz alledem noch nicht allzu große Besorgnis auszulösen. Zwar hat Microsoft soeben einen millionenschweren Vertrag mit der Frankfurter Hunzinger PR GmbH verlängert, doch da gebe es "konkret keinen Zusammenhang" mit den Planungen in der Bundestagsverwaltung, sagt Moritz Hunzinger. ...

Ob PR allein wohl reicht? Auch bei den Entscheidungsträgern im Deutschen Bundestag wurde ein Microsoft-Manager vor Monaten vorstellig. Den Eindruck, den er bei den Parlamentariern hinterließ, war allerdings zwiespältig. "Der weiß offenbar nicht, wie man mit Abgeordneten reden muss", erinnert sich ein Teilnehmer im Zorn. Was er von Politikern solcher Art hält, hat etwa Kurt Sibold, Chef von Microsoft Deutschland, jüngst dem Handelsblatt verraten: "Es geht zu weit, dass sich die Regierung offen für Linux einsetzt."

Kurioserweise ist Microsoft nicht ganz unschuldig daran, dass ein Umstieg auf Linux jetzt ernsthaft erwogen wird. Gegenwärtig laufen die Rechner im Bundestag nämlich noch auf Windows-NT, das die Gates-Company in einem Jahr ausmustern will.

Sicherheitsmängel werden dann nicht mehr behoben, Treiber-Programme für neue Geräte sind nicht mehr verfügbar. Ein Problem, dass im Übrigen neben Behörden fast alle Privatunternehmen zwingt, ihre Software-Strategie zu überdenken.

Im Bundestag geschieht dies angeblich "mit großer Herzenskühle". Das sagt jedenfalls Gerhard van der Giet, als Ministerialrat für die Computer-Technik zuständig und außerdem Sekretär jener Kommission, in der die Entscheidung vorbereitet wird. Der Beamte weiß, welche Tragweite das Thema hat und will deshalb ganz besonders sorgfältig vorgehen. Eine "voll ausgeleuchtete Vorlage" aus der Verwaltung soll zur Entscheidungsfindung dienen, denn diese Papiere würden später auch in anderen Behören "heiß gehandelt", glaubt er.

So arbeitet gegenwärtig ein unabhängiges Institut an einer "Machbarkeits-Studie", die neben technischen Aspekten auch den wirtschaftlichen Betrieb prüft und mit den aktuellen Windows-Systemen vergleicht. Daneben hat ein Team Test-Szenarien im Berliner Rechenzentrum des Bundestages installiert. Dabei müssen Linux und Windows 2000 zeigen, dass sie die benötigten Fähigkeiten auch besitzen. Dazu gehört die Datenverschlüsselung. Schließlich werden alle Dokumente der Abgeordneten in einer Art virtuellem Hochsicherheitstrakt gelagert. Beim Umstieg auf Linux, so viel ist jetzt schon sicher, müsste auch eine neue Verschlüsselungstechnik eingeführt werden.

Aber neben den ganz praktischen Fragen hat die Sache natürlich strategische Bedeutung. Als 1999 ruchbar wurde, dass in allen Windows-Systemen ein Schlüssel für den amerikanischen Geheimdienst steckt, horchten deutsche Parlamentarier erstmals auf - vor allem bei der CDU. Microsoft dementierte zwar die Befürchtungen, die National Security Agency (NSA) könne damit verschlüsselte Botschaften auf sämtlichen Windows-Rechnern lesen. Doch Sinn und Zweck dieses NSA-Key sind nicht wirklich geklärt worden, und ein "gewisses Unwohlsein" beschleicht bis heute Abgeordnete wie Uwe Küster. "Was nützen die sehr hohen Sicherheitsstandards im Bundestag", sagt der SPD-Mann aus Magdeburg, "wenn anderswo ganze Scheunentore offen stehen." Küster ist Leiter der 11-köpfigen IuK-Kommission (Kommission des Ältestenrates für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und -medien), in der die Entscheidung vorbereitet wird. Ihm und anderen Parlamentariern machen auch die zahlreichen Virus-Attacken der letzten Jahre Sorge, denn in fast allen Fällen waren Hintertüren und Sicherheitsmängel in Windows-Programmen das Einfallstor für die Bedrohung aus dem Cyberspace.

Linux hingegen kann jeder Sachverständige leicht selbst auf Sicherheitsmängel überprüfen: Der Bauplan liegt offen (Open Source), und darf sogar von jedermann an eigene Bedürfnisse angepasst werden. Ein Grund dafür, warum das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seit längerer Zeit schon den Einsatz von Linux und anderer Freier Software empfiehlt. Die EU prüft derzeit, ob Open-Source-Software nicht den Austausch von Behördendaten in der Europäischen Union verbessern kann; und Frankreich will demnächst zwei Ministerien auf Linux umrüsten.

Im praktischen Einsatz beweist das Betriebssystem im Bundestag bereits an einigen Stellen sein Durchhaltevermögen: Seit Jahresbeginn werden täglich bis zu 60.000 E-Mails über einen Linux-Rechner geleitet. Und in der SPD-Fraktion, die über ein eigenes Rechnernetz verfügt, sind schon seit 1995 Linux-Server im Einsatz. Demnächst will man bei den Sozialdemokraten überdies vom teueren Büro-Programm MS-Office auf Suns kostenloses StarOffice umstellen - ein Produkt, das mittlerweile ebenfalls als Freie Software vorliegt.

Nicht ganz so euphorisch gibt sich der CDU-Abgeordnete Eckart von Klaeden. "Aspekte der Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit" müssten im Vordergrund stehen, sagt das IuK-Mitglied, und nicht der Gedanke, Open-Source-Programme zu fördern. Auch wenn eine Entscheidung für Linux Folgewirkungen habe, dürfe man nicht schon die Entscheidung von diesen Folgewirkungen abhängig machen, mahnt er.

Andere in der Union outen sich dagegen als Fans der alternativen Programme. Schon im letzten Jahr forderte der medienpolitische Sprecher der CSU, Martin Mayer, der Entwicklung und Verbreitung von Open-Source-Systemen "höchste Priorität einzuräumen".

Und sein Parteikollege Josef Hollerith, ebenfalls IuK-Mitglied, bekennt, er sei ein "ausgesprochener Anhänger von Linux". In Holleriths Wahlkreisbüro Altötting hat der CSU-Abgeordnete längst umgerüstet und plädiert dafür, im Bundestag einen Linux-Test mit etwa 20 Abgeordneten zu starten, wo das System unter Alltagsbedingungen geprüft werden kann. Dazu allerdings wird es wohl nicht mehr kommen. Die Zeit drängt, denn spätestens im Februar 2002 soll feststehen, ob das Linux-Maskottchen Tux, ein sitzender Pinguin, von 2003 an in den Bundestag gewählt wird. Noch sind alle Beteiligten der festen Überzeugung, dass daraus kein Glaubenskrieg wird. Man sei "sehr stark konsensorientiert", sagt Küster. Schließlich solle die Entscheidung einige Legislaturperioden überdauern.
 

heise online-Umfrage
Linux: Breiter Einsatz - geteilte Zufriedenheit

(Meldung der c't 14.8.2001)

Linux gehört für technisch versierte PC-User privat wie beruflich zum Alltag. Dabei setzen die Anwender das freie Betriebssystem sowohl auf dem Server als auch auf dem Desktop ein. Allerdings sind die Linuxer im Internet-Serverbereich zufriedener, so fasst das Computermagazin c't die Ergebnisse einer heise online-Umfrage in der Ausgabe 17/2001 zusammen.

"Wie setzen Sie Linux ein?" Diese Frage stellte heise online Ende Juni eine Woche lang seinen Lesern. 9.960 Personen beteiligten sich an der Umfrage, 9.213 Datensätze waren zur Auswertung verfügbar. Die Ergebnisse bestätigten viele Ahnungen, widerlegten jedoch auch einige Vorurteile: So wird Linux längst nicht nur im Serverbereich eingesetzt. Erfahrene Anwender betreiben Linux auf Server und Desktop, Linux-Neulinge konzentrieren sich überwiegend auf den Desktop-Bereich.

  • Beim Einsatz auf dem Server scheint das PC-Unix seine Stärken voll ausspielen zu können: 96 Prozent zufriedene Anwender und nur minimale Probleme sprechen eine deutliche Sprache.
  • Anders hingegen im Desktop-Betrieb. Noch immer sind fehlende Anwendungen hier das größte Problem. Bei den Befragten standen vor allem ein MS-Office-kompatibles Büropaket sowie mehr Spiele ganz oben auf der Wunschliste. Viele Nutzer bemängelten zudem die komplizierte Bedienung und Administration.

Fast alle Teilnehmer der Befragung (90 Prozent) setzen Linux privat ein, 70 Prozent nutzen auch beruflich das freie Betriebssystem. Über 90 Prozent der Profis haben mindestens zwei, ein gutes Viertel (27,5 Prozent) über zehn Linux-Systeme im Einsatz. Hier bestätigt sich, dass Linux sich vor allem auf den Internet- und File/Print-Servern einen festen Platz erobert hat. Wann hingegen der Durchschnitts-PC-User das Pinguin-Betriebssystem für sich entdeckt, bleibt abzuwarten. "Noch zählen Softwareentwicklung und Netzwerkverwaltung zu den Hauptanwendungen der Linuxer - im Job und auch am heimischen PC. Und dies sind wahrlich nicht die typischen Anwendungen des Ottonormalusers", so c't-Redakteur Dr. Oliver Diedrich.
 

Linux übernimmt immer größeren Anteil des Markts für Server-Software
(Meldung der USA Today vom 20.6.2001)

Laut Angaben von International Data ist der Marktanteil von Linux in den vergangenen 2 Jahren schneller gewachsen als bei jeder anderen Server-Software. Nach verschiedenen Schätzungen soll Linux bereits zwischen 10 und 27 Prozent der gesamten Server-Verkäufe aus. Linux reife schneller heran als jedes andere jemals entwickelte Betriebssystem, soll bei IBM verlautet sein. IBM hat für 2001 über zwei Milliarden Mark in Linux investiert und zusammen mit INTEL, Hewlett-Packard und Computer Associates in einem 48 Millionen Mark teuren Projekt Entwicklern von Linux leistungsstärkere Hardware zur Verfügung gestellt, damit diese ihre neuen Systeme testen können.
Linux macht ganz offensichtlich die Pläne von Microsoft zunichte, im Bereich der Server-Software eine führende Rolle zu übernehmen. Der Software-Riese reagierte in den vergangenen Wochen mit Angriffen auf das Open Source-Programm, in dem er angeblich eine Bedrohung für die Rechte an geistigem Eigentum sieht.
 

Erstes Betriebssystem für den "Itanium"-Prozessor
(Meldung der computerchannel vom 3.6.2001)

Zeitgleich mit dem Produktionsstart von Intels 64-Bit-Prozessor "Itanium" hat Suse Linux das erste hierfür zugeschnittene Linux-Betriebssystem vorgestellt. "Suse Linux 7.2" für IA64 richte sich an Entwickler, die ihre Linux-Applikationen umgehend auf Intels 64-Bit-Plattform portieren wollen, teilte das Unternehmen in Nürnberg mit.

Neben dem Betriebssystem selbst umfasst das Paket auf sechs CD-ROMs mehr als 1.500 Applikationen für Linux. Damit lassen sich Intranet- und Internetlösungen ebenso realisieren wie die Verbindung und der Schutz heterogener Netzwerke. Professionelle Anwender erhalten Tools, um WWW-, Proxy-, Mail- und News-Server unter Linux aufzusetzen. Durch die Unterstützung von bis zu vier Terabyte großen Dateien kann die Software auch als Serversystem für komplexe Datenbankanwendungen genutzt werden.

Suse Linux 7.2 für IA64 umfasst neben einem vollständigen Suse Linux 7.2 Professional für IA32 die Version für IA64. Das Programm ist vom 20. Juni 2001 an direkt vom Hersteller zum Preis von 480 Mark erhältlich.
 

Unternehmen planen die Herstellung von Linux-Handhelds
(Meldung des Wall Street Journals vom 1. Mai 2001)

Verschiedene Elektronikhersteller wollen eigenen Angaben zufolge Handheld-Geräte herausbringen, die mit dem offenen Linux-Betriebssystem betrieben werden. Zu den Unternehmen, die an der Entwicklung der neuen Linux-Handhelds arbeiten, zählen Agenda Computing, Sharp und die Olivetti-Tochtergesellschaft Royal Consumer Business Products. Die Hersteller hoffen, dass die Verwendung von Linux ihnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Palm verschafft, dessen Marktanteil bei den Betriebssystemen für Handheld-Geräte 75 Prozent beträgt. Linux-Befürworten zufolge biete die Software auf Handheld-Geräten dieselben Vorteile wie auf PCs: ein stabiles System, mit dem verschiedene Programme gleichzeitig betrieben werden können. Andererseits ist bei Linux-basierten Handheld-Geräten mit denselben Problemen zu rechnen wie bei Linux-basierten PCs: Da die Linux-Entwickler nicht über einen Standard verfügen, sind die meisten Geräte inkompatibel. Darüber hinaus gibt es bislang kein Linux-Trägernetzwerk.
 

Microsoft fürchtet Linux
(Meldung von PC-Welt.de vom 15. Januar 2001)

Sowohl Unix als auch Linux bedrohen die starke Marktposition von Windows, gab Steve Ballmer, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Microsoft, auf einer Internet-Konferenz des Marktanalysten Morgan Stanley Dean Witter zu. Vor allem Linux bereite dem Konzern Kopfschmerzen, wie Planet IT berichtet.

Der erst kürzlich veröffentlichte Linux-Kernel 2.4 dürfte die Sorgen von Microsoft noch verstärkt haben. Bietet dieser doch einen deutlich verbesserten Systemkern und kann verstärkt mit Windows 2000 und Unix auf dem Markt konkurrieren. Vor allem im Serverbereich dürfte Microsoft um seine Position fürchten. Hier genießt das Open Source-Betriebssystem einen entschieden besseren Ruf, was die Stabilität anlangt.

"Ich denke man muss Konkurrenten, die einen im Kern bedrohen, ernster nehmen, als diejenigen, von denen man etwas will", so Ballmer. "Das setzt das Linux- und das Unix-Phänomen an die Spitze der Liste. Ich würde sogar das Linux-Phänomen an erster Stelle nennen." Bislang hatte sich Microsoft geweigert, Linux öffentlich als ernsthaften Konkurrenten zu bezeichnen.

Linux hat damit auch AOL den Rang abgelaufen: America Online war noch im Sommer 2000 als Microsoft-Hauptkonkurrent bezeichnet worden. Oracle und Sun (siehe Solaris) dagegen stufte Ballmer nur als Konkurrenz zweiten Grades ein.
 

Linux auf dem Vormarsch bei IBM
(Meldung vom 14. Dezember 2000)

IBM-Chef Lou Gerstner will 2001 eine Milliarde Dollar in Produkte und Dienstleistungen rund um das Betriebssystem Linux stecken. Weitere vier Milliarden Dollar sollen in den kommenden drei Jahren unter anderem in den Ausbau des E-Business-Bereichs investiert werden, sagte Gerstner Mitte Dezember in New York.

Bis 2004 plant "Big Blue" die Eröffnung von 50 Netzwerkzentren für die Verwaltung elektronischer Handelsseiten im Internet: "Der Kampf für einen offenen Standard ist es wert, ausgefochten zu werden." IBM werde in Zukunft zu einem großen Teil auf Linux setzen. Rund 1.500 Programmentwickler arbeiteten daran, Konzern-Produkte linuxfähig zu gestalten.

Die jetzt angekündigte Investitionssumme liegt wesentlich höher als die ursprünglich im Juli 2000 geplante Ausgabe. Damals war IBM noch davon ausgegangen, innerhalb der nächsten Jahre 200 Millionen Dollar auf das Open Source-Betriebssystem zu setzen.

Auch Daniel Frye, Leiter des IBM Linux Technology Centers, vertritt ganz konzernkonform die Meinung, dass Linux die Welt der Softwareapplikationen revolutionieren werde - und zwar so wie das Internet die Netzwerke revolutioniert hat. Beim dritten jährlichen Linux-Gipfeltreffen von IBM "waren wir in der Lage, Menschen aus allen Bereichen - von den Mainframes bis zum Notebook - zusammenzubringen, und sie reden alle über dasselbe Betriebssystem", so Frye. "Dieses Phänomen ergreift alle bei IBM und ist anders als alles, was wir bisher gemacht haben".

IBM will die Open Source-Plattform Linux mit der Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit seiner Mainframe-Computer verbinden, wodurch ein tieferes Eindringen von Linux in wichtige Applikationen ermöglicht werden soll. Am Albuquerque High Performance Computing Center der University of New Mexiko führt IBM Experimente mit groß angelegten Clustering-Konfigurationen von Linux durch. Das LosLobos-Superrechner-Projekt besteht aus 256 IBM-Netfinity-Servern, auf denen Linux mit einer Verarbeitungsleistung von 375 Gigaflops läuft.
 

Studie: Linux bedroht Sun
Analysten warnen vor sinkenden Solaris-Verkäufen
(Meldung der ZDNet vom 7.9.2000)

Der Umsatz und Gewinn von Sun Microsystems sind bedroht durch das kostenlose Betriebssystem Linux. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung mit dem Titel "Linux - The Dark Side of Sun" der Giga Information Group, Cambridge. Grund für die Bedrohung sei, dass sich Sun nicht in ähnlicher Weise in die Open-Source-Gemeinde einbringe wie etwa die Server-Konkurrenten IBM , Hewlett-Packard und Intel.

Während die Konkurrenz Linux-Server unterstütze, setze Sun nach wie vor auf das hauseigenen Solaris-OS. Gerade im Midrange- und Low-End-Bereich müssten diese Umsatzeinbussen durch die kostengünstigeren Linux-Maschinen hinnehmen.

"Ich glaube, dass sie ihr eigenes Low-End-Segment kanibalisieren und eine Linux-Lösung anbieten müssen, wenn sie auch weiterhin im Markt bestehen wollen ", erklärte der Giga-Analyst Stacey Quandt. Sun hat erst im vergangenen Monat ein hervorragendes Quartalsergebnis veröffentlicht: Die Firma gab einen um 67 Prozent gestiegenen Gewinn von 659 Millionen Dollar oder 39 Cents pro Aktie bekannt. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 395 Millionen Dollar betragen. Der Umsatz stieg um 42 Prozent auf 5,02 Milliarden Dollar.
 

Linux holt auf
(Meldung der PC-Welt vom 27.7.2000)

Im Server-Bereich entwickelt sich Linux zu einer Bedrohung für Microsoft. Den Marktforschern von IDC zufolge werden immer mehr Server verkauft werden, auf denen das freie Betriebssystem installiert ist.

1999 überholte Linux Novells Netware und wurde die Nummer Zwei im Markt für Server-Betriebssysteme - nach Microsofts Windows NT. Und in den kommenden vier Jahren sagen die Analysten dem kostenlosen System ein Wachstum von weiteren 28 Prozent voraus - von 1,3 Millionen verkauften Systemen im letzten Jahr auf 4,7 Millionen im Jahr 2004.

Vor allem bei der Bewältigung von Internet-Aufgaben ist Linux gefragt. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Neben der geringen Anschaffungskosten ist das Betriebssystem günstig im Unterhalt sowie einfach in der Bedienung. Die wichtigsten Einsatzgebiete von Servern sind

  • der Betrieb von Websites,
  • E-Commerce-Transaktionen und
  • hoch skalierbaren Datenbank-Anwendungen.

Die Nachfrage nach Servern ist in den letzten Jahren stetig gewachsen - vor allem wegen der Zunahme an Online-Computing und vernetzten PCs. Laut IDC wird die Zahl der verkauften Server-Betriebssysteme bis zum Jahr 2004 jährlich um 17 Prozent wachsen.

In Sachen Umsatz wird Linux jedoch nicht einmal annähernd an Windows heranreichen. Hier wird der Zuwachs in dem genannten Zeitraum gerade mal bei einem Prozent liegen, so die Marktforscher. Microsofts Geschäft werde allerdings in den kommenden Jahren auch nicht mehr so lukrativ sein wie bisher, da viele der neu installierten Server-Betriebssysteme lediglich Upgrades von NT 4.0 auf Windows 2000 seien.

Im Client-Bereich wird sich Linux dagegen nicht so stark durchsetzen wie im Server-Markt. Hier ist Windows der unangefochtene Marktführer mit 87 Prozent Anteil an allen verkauften Betriebssystemen. Die Analysten prognostizieren zwar auch hier einen leichten Rückgang bis zum Jahr 2004 - allerdings nur auf etwa 85 Prozent Marktanteil. "Die Client-Seite ist ziemlich langweilig", so IDC-Analyst Gillen. "Das ist klar eine Microsoft-Domäne". Der Umsatz mit Windows sei im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Dollar gestiegen. Der gesamte Markt wuchs dagegen nur um 1,53 Milliarden Dollar.

Von den 13 Prozent Nicht-Windows-Systemen im vergangenen Jahr waren etwa 5 Prozent Mac-basierte Rechner. Das sei zwar ein 26-prozentiger Zuwachs gegenüber den 4,5 Prozent im Vorjahr - doch das Mac OS sei nach wie vor "keine Bedrohung" für Microsoft.
 

CeBIT - Microsoft fühlt sich von Linux NICHT bedroht
(Meldung vom 3.2.2000)

Das Software-Unternehmen Microsoft sieht nach eigenen Angaben in den zahlreichen Open-Linux-Angeboten für moderne Server-Software keine ernsthafte Konkurrenz für das eigene Geschäft mit dem neuen Serverprogramm Windows 2000. Nachdem Microsoft bereits seit Jahren mit dem Vorgänger Windows NT auf dem internationalen wie auch auf dem deutschen Markt sehr erfolgreich gewesen sei, will Microsoft jetzt nicht kleinmütig werden.

Insbesondere deutsche Mittelstandskunden, aber auch Behörden und andere Institutionen, wüssten die Stabilität der Windows-Serversoftware zu schätzen. Am Markt für Server-Software weltweit liege Microsoft bei 38 Prozent, in Deutschland sogar auf einer Spitzenposition von 54 Prozent.
 

Sun will Linux für seine Hardwarereihen anbieten
(Meldung des Wall Street Journal vom 15.12.1999)

Sun Microsystems plant, eine Version von Red Hat Linux anzubieten, die auf seinen Workstations und Servern läuft. In der Vergangenheit hatte sich Sun auf proprietäre Technologien konzentriert wie die Entwicklung von Hardware, die mit Suns eigenen UltraSparc-Prozessoren und dem Solaris-Betriebssystem ausgestattet ist. Allerdings, so Suns Herb Hinstorff, hatten einige Linux-User immer wieder Nutzungsmöglichkeiten für die Fähigkeiten von UltraSparc-basierten Rechnern gefordert, zum Beispiel hohe interne Datentransferraten und High-End-Grafik. Obwohl Sun Linux als einen Rivalen für Microsofts Windows gefördert hat, ist das Unternehmen gleichzeitig besorgt wegen der Konkurrenz zwischen Linux und Solaris. Als Antwort auf Linux hat Sun dafür gesorgt, dass auf Solaris auch Linux-Programme ohne Modifikation laufen. Außerdem soll der Solaris-Quellcode veröffentlicht werden.
 

LINUX-Cluster mit 520 Rechnern

In der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 1998 ist es an der Universität Paderborn gelungen, 512 Linux-Systeme zu einem Cluster zusammenzufassen. Insgesamt 520 Rechner berechneten im Verbund Filmszenen und mathematische Algorithmen, zeitweise waren sogar 570 Maschinen miteinander verknüpft.

Der WDR Computerclub und das Linux-Magazin hatten zu diesem Großversuch aufgerufen. An dem Cluster-Projekt haben Privatpersonen und Firmen aus ganz Deutschland teilgenommen, darunter auch bekannte Größen der DV-Branche wie Hewlett-Packard, Peacock und Siemens.

Ziel des Versuchs war es, mit dem Linux-Cluster sowohl in das Guinness-Buch der Rekorde als auch auf die Liste der Top-500-Supercomputer zu kommen. Ersteres ist geschafft, letzteres muß noch vom zuständigen Gremium verifiziert werden. 48 Alpha-Rechner der Firma QuantX haben die Performance des Rechnerverbunds mit dem Meßprogramm Benchmark-Linpack errechnet. Diese Ergebnisse reichen für Platz 250 der Top-500-Liste (siehe auch Rechnercluster).
 

    


 
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