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OS/2OS/2, OS2, OS-2 Warp, Betriebssysteme, Operating System 2, IBM, Microsoft

    


 
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http://www.glossar.de/glossar/z_os-2.htm

Abkürzung für "Operating System 2" - von (Microsoft und) IBM entwickeltes Betriebssystem.

Die Geschichte von OS/2 begann unspektakulär. Wieder einmal ging IBM auf Microsoft zu und wollte ein Betriebssystem (das war mit MS-DOS auch so). Wegen der Real-Mode-Beschränkungen von DOS und dem fehlenden Speicherschutz sollte es ein völlig neues sein. Das war 1985.

Die Version OS/2 1.0 kam im November 1987 als gemeinsames Projekt von IBM und Microsoft auf den Markt und hieß offiziell "OS/2 NT" (NT = New Technology). OS/2 war zunächst ein 16-Bit-Betriebssystem. Es konnte
 


 
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  • 16 MByte real adressieren,
  • auf einen virtuellen Speicher von 512 MByte zugreifen,
  • im Gegensatz zum kooperativen Multitasking präemptives Multitasking.

In der DOS-Kompatibilitätsbox liefen allerdings nur ganz wenige DOS-Programme. Aus diesem Grund wurde die Version 1.0 kaum akzeptiert - es gab doch Windows. Im Juli 1990 hatte Microsoft zudem mit Windows 3.0 endlich Erfolg und auch aus diesem Grund keine große Lust mehr am OS/2. Im Dezember 1990 klinkte sich Microsoft aus der gemeinschaftlichen Entwicklung mit IBM aus. Böse Zungen behaupteten damals, für Bill Gates (Chef von Microsoft) und seine Mannschaft seien die langen Wege der Bürokratie bei IBM unerträglich gewesen.

Die erste 32-Bit-Version von OS/2, die Version 2.0, kam im April 1992. Sie bot  Windows- Unterstützung und lief auf Prozessoren ab dem INTEL 80386:
 


 
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  • Fast alle DOS- und Windows-Programme laufen im echten Multitasking - und sogar stabiler als auf dem originalen System.
  • Das Betriebssystem erlaubte mehrere virtuelle DOS-Maschinen,
  • und Speichersegmente waren bis 4 GByte linear adressierbar.

Für OS/2 Warp 3 (September 1994) rührte IBM weltweit die Werbetrommel. Es gab ein verbessertes und vereinfachtes Installationsprogramm mit automatischer Hardware-Erkennung. Die Programmiersprache ReXX war nun integrierter Bestandteil des Systems. Ein mitgeliefertes Bonus-Pack enthielt ein Netz für acht Anwender sowie Internet- und Fax-Software. Nach der teuren Werbekampagne, die von IBM zumindest in Europa als erfolgreich bezeichnet wurde, zog sich IBM 1995 aus dem Massenmarkt zurück. Eine Entscheidung, die viele Anhänger dieses Betriebssystems nicht verstanden. OS/2 verschwand aus den Regalen der Software-Läden. Hat OS/2 vor Windows 95 gekniffen?!

Zeitsprung in das Jahr 2995: Seit Jahren wurde OS/2 schon totgesagt, nun hat IBM das Ende offiziell gemacht: OS/2 Warp V4 und OS/2 Warp Server for e-business sollen nicht mehr aktiv vermarktet werden. Ab dem 23.12.2005 gibt es keine Produkt-CDs mehr zu kaufen; der Support wird zum 31. Dezember 2006 eingestellt. IBM empfiehlt OS/2-Anwendern die Migration zu Linux und proklamiert den Abschied von der Client-Server-Architektur.

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