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Abkürzung für "Transmission Control Protocol over Internet Protocol" Standard-Protokoll-Suite im Internet / Intranet sowie WAN und Unix-Netzen.
Das PPP (''Point to Point Protocol'') ist ein moderner Zusatz zu TCP/IP, der auch Netzwerk-Verbindungen über Modems erlaubt. Am 2.1.1983 wurde im damaligen Arpanet das Protokoll getauscht: Innerhalb weniger Stunden wechselten die meisten Rechner vom veralteten NCP (Network Core Protocol) zu TCP/IP. Der Wechsel ging ohne größere technische Probleme vonstatten, hatte doch das Technik-Team um Jon Postel bereits Mitte 1982 einen ganzen Tag lang NCP gestoppt und das neue TCP/IP laufen lassen. TCP/IP wurde von einer Gruppe um Vint Cerf und Robert Kahn entwickelt. Das maschinenunabhängige Protokoll bildet mit der Version IPv4 das technische Herzstück des Internets. Dabei war das seit 1974 in der Entwicklung befindliche TCP und die ab 1978 als TCP/IP entwickelte Suite nicht für einen solchen Einsatz vorgesehen: "Wir hatten schon eine gute Vorstellung davon, wie TCP/IP skalieren könnte, also auf allen möglichen Systemen arbeiten würde. Aber wir glaubten nicht, damit gegen OSI durchzukommen. Besonders bei euch in Europa glaubte jeder nur an OSI und gab TCP/IP eine Überlebenschance von drei, vier Jahren", erklärte Vint Cerf in einem früheren Interview mit heise online. In jahrelanger Komissionsarbeit wurde jede Einzelheit von OSIfestgeschrieben, während sich TCP/IP in der Praxis bewähren konnte. Der Sieg der "chaotischen" Internet-Technik in Form von TCP/IP über die ISO-Anstrengungen wird auf den März 1985 datiert, als über 250 Industrievertreter im Rahmen des IEEE-Kongresses Infocom 85 in einem dreitägigen Workshop mit den Feinheiten von TCP/IP vertraut gemacht wurden.
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