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Abkürzung für
"Windows New Technology". Von Microsoft entwickeltes 32-Bit-Betriebssystem, das
für Netzwerke konzipiert wurde. Windows NT ist multiprozessorfähig und unterstützt das NTFS Dateisystem. Die Benutzeroberfläche der
Version 4 entspricht weitgehend der Windows 95 Oberfläche, auch die von dort her
bekannten Zusatzprogramme werden weitgehend mitgeliefert und um netzwerkspezifische
Anwendungen erweitert.
Microsoft ist mit seinem Server-Betriebssystem Windows NT 1998 auch weiter auf
Erfolgskurs. Nach einer vorläufigen Einschätzung der Marktforscher von IDC gingen 1998
weltweit 1,56 Millionen neue Lizenzen von NT Server über die Ladentheke. Das sind fast 50
Prozent mehr als Novells NetWare und zweimal
soviel wie alle Unix-Versionen von Sun, HP, IBM
Compaq/Digital und SCO zusammen. Die Experten rechnen damit, daß die jährliche
Wachstumsrate von NT Server bis zum Jahr 2002 fast 23 Prozent erreichen wird - die der
Unix-Systeme werde bei 11,2 und die von NetWare bei 7 Prozent liegen.
Windows XP

Windows XP (eXPerience) ist seit dem 25. Oktober 2001, in Deutsch und 14 weiteren
Sprachversionen verfügbar, darunter Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch,
Japanisch und Koreanisch. Insgesamt wird Windows XP in 24 Sprachversionen ausgeliefert.
Windows XP will die Linien von Windows 9x/Me und Windows NT/2000 zusammenführen. Damit
deckt erstmals ein Windows Betriebssystem - in verschiedenen Ausprägungen - praktisch
alle Einsatzgebiete von Heim-Computern bis Unternehmens-Clients ab.
Die Vorteile von Windows XP (eXPerience) erschöpfen sich nach Einschätzung von
Microsoft jedoch nicht in der Integration der beiden Windows Welten, sondern gehen
deutlich darüber hinaus; viele Fähigkeiten, die bis dato Zusatzprogramme vorausgesetzt
haben, beherrscht Windows XP z.B. standardmäßig. Hinzu kommen einige völlig neue
Funktionen wie Remote-Unterstützung und
erweiterte Netzeigenschaften. Generell sollen auch Unternehmen von zahlreichen
Detailverbesserungen profitieren, ohne beispielsweise bei einer Migration von Windows 2000
zu Windows XP allzu starken Änderungen ihrer DV-Umgebung unterworfen zu sein. Umgekehrt
müssen Privatanwender nichts von dem missen, was ihnen unter Windows 9x/Me lieb und teuer
war. Dies gilt insbesondere für die Integration von Medien wie z. B. Scannern, digitalen
Kameras und Videorecordern. Nicht zu vergessen sind Spiele und Entertainment, die
Abwechslung auf den PC bringen.
In Punkto .NET ist Windows XP bereits gerüstet: Es wartet mit der Laufzeitumgebung von
.NET auf. So fungiert ein Windows XP Rechner bei Bedarf als .NET-Zentrale. Zudem agiert
Windows XP als Mittler zwischen Komponenten wie Web-Diensten, Web-Media und
Offline-Geräten. Die Integration von Mail-, Messenger- und Sprachnachrichten tut ein
übriges, um einen Windows XP PC zur Kommunikationszentrale zu prädestinieren. Neu sind
ferner Funktionen wie Videokommunikation und PC-to-Phone-Unterstützung.
Grundsätzlich fußt Windows XP weitgehend auf Windows 2000. In Ergänzung dazu
erlauben sogenannte Kompatibilitätsmodi jedoch auch den Einsatz älterer Software und
schützen so vorhandene Investitionen. Versionskonflikte von Systembibliotheken (Dynamic Link Libraries, DLLs) lassen sich sofern
erforderlich durch das parallele Laden verschiedener DLL-Versionen eliminieren. Das allen
Windows XP Varianten gemeinsame Treibermodell sollte sicher stellen, dass binnen
kürzester Frist eine breite Palette an Gerätetreibern zur Verfügung stehen wird. Doch
nicht nur die "inneren" Werte wurden überarbeitet, die Benutzeroberfläche
erhielt ebenfalls einen Feinschliff. Der Windows XP Desktop ist übersichtlicher und
aufgeräumter als eine Windows 2000 oder Windows Me Oberfläche. Die Benutzeroberfläche
verfolgt das Ziel, den Anwender bei seinen täglichen Arbeiten besser zu unterstützen
Für den privaten Gebrauch fällt die enge Einbindung von
Multimedia-Objekten ins Auge: das Schlagwort lautet hier "End-to-End". Dahinter
verbirgt sich die Philosophie, dass das Betriebssystem alle Arbeitschritte beispielsweise
im Umgang mit Bildern abdeckt. Konkret reicht dies vom Import eines Bildes über das
Ansehen/Bearbeiten, ggf. das Drucken bis hin zur Online-Bestellung (via Internet für
Papierabzüge). Das Anlegen einer Dia-Show erfolgt direkt aus dem Datei-Explorer. Ähnlich
verhält es sich mit dem Erstellen, Schneiden und Bearbeiten von Videos (mittels des Movie
Maker). Hinzu kommt die Integration von WMA- und MP3-Playern sowie PDAs (Personal Digital Assistants).
Windows XP will jedoch nicht nur für Kreativität mit dem PC stehen, sondern auch für
Spielspaß: Bildete DirectX bereits bei früheren
Windows 9x-Versionen die Grundlage für Spiele aller Art, sollen Gamer mit Windows XP von
der Performance und Robustheit eines Windows NT profitieren, ohne die häufiger damit
verbundenen Kompatibilitätsprobleme zu erleiden. So laufen die meisten aktuellen Spiele
mit anspruchsvoller Sound- und Grafikausgabe bereits unmodifiziert unter Windows XP.
Stürzt tatsächlich einmal ein Spiel aufgrund eines Programmfehlers ab, bleibt das
Betriebssystem davon unbehelligt. Ungewollte Neustarts gehören somit weitgehend der
Vergangenheit an. Interessant ist für Privatanwender auch das komfortable Aufsetzen (via
Autokonfiguration) eines Heim-Netzes. Eine Firewall sorgt dafür, dass der Aufenthalt im
Internet nur mit geringen "Einbruchs"-Risiken behaftet ist. Dabei genießt der
Anwender die Vorteile der allgemein robusten Architektur, die nun auch das Teilen eines PC
durch mehrere Benutzer zulässt - Fast User Switching gestattet den Wechsel zu einer
anderen Session, ohne den gegenwärtigen Anwender abzumelden.
ACHTUNG: Um die einfache Handhabung zu gewährleisten, besitzt die
Home Edition von Windows XP einige Funktionen der Unternehmensversion Windows XP
Professional nicht. Dazu zählen zum Beispiel einige Netzfunktionen in
bezug auf Domänen, Unternehmensrichtlinien, eine mehrsprachige Benutzeroberfläche und
die Unterstützung mehrer Prozessoren.
Neben der Stabilität sind für den Einsatz als Unternehmens-Client
vor allem die Administration, Wartung und der Support entscheidend. In dieser Hinsicht
wartet Windows XP mit erweiterten Gruppenrichtlinien auf, die das Umsetzen von
Unternehmensstandards erleichtern. Des weiteren entlasten Eigenschaften wie Multinetwork
Support, Network Autodetection sowie der Credential Manager (zum sicheren Speichern und
Übertragen von Netzkennungen und -passwörtern) gleichermaßen Systemadministratoren und
Anwender. Nicht zuletzt unterstützt Windows XP bereits Funknetze (Wireless LAN) inklusive Autokonfiguration und WLAN
Network Roaming und gestattet so eine erhöhte
Mobilität von Anwendern mit Notebooks innerhalb der Bürogebäude. Wer von außerhalb
(etwa über einen Dial-In-Server) auf Anwendungen seines Firmen PC zugreifen will, hat
diese Möglichkeit dank des Remote Desktop. Analog dazu ist im Notfall der hausinterne
Support in der Lage, einem Anwender via Remoteunterstützung zu helfen und ggf. eine
Fehlerdiagnose und -behebung durchzuführen. Zum Beispiel lässt sich die Installation
eines falschen Treiber mittels des Driver Rollback rasch wieder rückgängig machen.
Die Migration von Windows 2000 zu Windows XP bereitet aufgrund einer nahezu identischen
Management-Strategie kaum Probleme, auch eine heterogene Mischung von Windows 2000 und
XP-Clients ist möglich. Insofern lassen sich Roll-Out-Planungen von Windows 2000 relativ
leicht für Windows XP adaptieren. Sofern gewünscht lässt sich der Windows XP Desktop
mit dem Look & Feel von Windows 2000 konfigurieren, um so Support- und
Schulungsaufwände zu minimieren. In bezug auf Hardware unterstützt Windows XP
Professional unter anderem Multiprozessor-PC, den Intel 64-Bit Itanium-Prozessor sowie das
Ansteuern mehrerer Monitore.
In Deutschland ist Windows XP zu
folgenden Preisen im Handel erhältlich sein:
Für die Windows Versionen Windows 3.x und Windows 95 besteht keine
Upgrade-Möglichkeit. Anwender von Windows 98, Windows 98 Zweite Ausgabe und Windows Me
können auf Windows XP Home Edition oder Windows XP Professional upgraden. Nutzer von
Windows NT 4.0 und Windows 2000 Professional können lediglich auf Windows XP Professional
updaten, nicht aber auf Windows XP Home Edition.
Für den Einsatz von Windows XP sind folgende Systemanforderungen erforderlich:
- PC mit Intel Pentium oder Celeron bzw. AMD K6, Athlon oder Duron Prozessor mit 300 MHz;
Windows XP Professional unterstützt zwei Prozessoren
- 128 MB RAM Arbeitsspeicher oder höher
- 1,5 GB verfügbarer Festplattenspeicher
- Super-VGA-Monitor (800 x 600) bzw. Monitor oder Videoadapter mit höherer Auflösung
- CD-ROM- oder DVD-Laufwerk
- Tastatur und Microsoft Mouse oder kompatibles Zeigegerät
Windows XP
Media Center Edition 2004 soll
ab Herbst das Wohnzimmer erobern
(Meldung vom 2.10.2003)
Im Herbst 2003 soll es soweit sein: Microsoft
präsentiert mit der Windows XP Media Center Edition 2004 die Software-Plattform
für die ersten Windows Media Center PCs in Deutschland. Damit kommt PC
Entertainment ins Wohnzimmer. Per Fernbedienung und bequem vom Sofa aus lassen
sich die Multimedia- und Entertainment-Funktionen der Windows XP Media Center
Edition 2004 ansteuern. Per Wohnzimmer-PC Musik und Radio hören, DVDs und Videos
abspielen, im Internet surfen, Fotos anschauen oder Fernsehsendungen aufzeichnen
- mit der Media Center Edition können alle digitalen Medien über ein Gerät
genutzt werden. Aber nicht nur Entertainment und Entspannung sind mit dem
Windows Media Center Rechner möglich: Er ist ein voll funktionsfähiger PC,
dessen Betriebssystem auf Windows XP Professional basiert.
Digitale Technologien werden immer beliebter
Aktuellen Studien zu Folge steigt die Akzeptanz digitaler
Technologien und des Internets weltweit. Laut Forrester Research (European
Consumer Technographics Studie, Januar 2003) hören bereits 44 Prozent aller
Anwender über ihren Rechner digitale Musik, 40 Prozent sehen sich Fotos an, und
21 Prozent genießen Heimkino per DVD - alles über den PC. Mit dem Media Center
PC können User alle digitalen Medien über ein Gerät nutzen. Gespeicherte Fotos
lassen sich aber auch in wenigen Schritten bearbeiten. So wird daraus im
Handumdrehen eine Diashow mit musikalischer Untermalung.
Die Liste der Hardware-Hersteller, mit denen Microsoft beim
Windows Media Center kooperiert, wird täglich länger. In Deutschland gehören
Fujitsu-Siemens, Medion, Packard Bell, Toshiba und Wortmann zu den Unternehmen,
die Rechner mit der Windows XP Media Center Edition 2004 ab Herbst 2003
anbieten. Weitere Hersteller, darunter Actebis, Gericom, Hewlett-Packard,
Hyrican, L&S Electronic, 4MBO, TAROX, Vobis und Yakumo werden folgen.
In den USA, Kanada und Korea ein Hit
In den USA, Kanada und Korea ist der Windows Media Center PC
bereits ein Hit. Mehr als 40 namhafte Hersteller, darunter Gateway Computer, HP,
Samsung, Toshiba und Viewsonic, bieten dort Rechner in verschiedenen
Ausführungen an. So gelangt das Multimedia-Erlebnis in jeden Raum des Hauses -
egal, ob Wohnzimmer, Medienraum oder Schlafzimmer. Und das ab Herbst 2003 nicht
nur in den USA, Kanada und Korea, sondern auch in Deutschland, Frankreich,
Großbritannien sowie in verschiedenen asiatischen Ländern.
Highlights der Microsoft Windows XP Media Center Edition 2004:
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Fotos: Das Durchblättern von digitalen Fotoalben oder das
Erstellen einer Diashow - mit einem Windows Media Center PC kein Problem. Die
Fotos lassen sich nach Datum, Namen oder Genre sortieren. Einige Mausklicks
unterlegen die Bilder zusätzlich mit Musik.
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Musik: Per Fernbedienung können Anwender durch die
gespeicherte Musiksammlung klicken und nach verschiedenen Kriterien suchen. Dazu
gehören Interpret, Albumtitel oder Musikrichtung.
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Video: Das langwierige Suchen nach der richtigen
Flimsequenz oder dem gewünschten Video hat ein Ende: Per Kleinbildvorschau
lassen sich alle Filme der eigenen Sammlung durchsehen.
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DVD: Selbstverständlich können Anwender auch DVDs auf
ihrem Windows Media Center PC abspielen. Egal, ob auf dem Bildschirm oder auf
dem Fernseher: Mit dem Media Center PC steht dem Kinoerlebnis zuhause nichts
mehr im Wege.
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Interaktives Fernsehen und personalisierte Videoaufzeichnung
(PVR): Individuell steuerbarer Fernsehgenuss - mit dem Windows Media Center
PC ist dies Realität. Mit dem Personal Video Recorder lassen sich Filme oder
ganze TV-Serien aufzeichnen. Dabei ignoriert der PC automatisch Wiederholungen
von Episoden. Mögliche zeitliche Überschneidungen erkennt das System und zeigt
sie an. Als zusätzlichen Service hat Microsoft eine elektronische
Programmvorschau integriert. So lassen sich Sendungen einfach über Kategorien
und Unterkategorien finden, wie Sport und Fußball.
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Microsoft will mit
"Windows" in digitale Fernsehgeräte
(Meldung des Wall Street Journal
vom 10.9.2000)
Microsoft will "Whistler" mit Funktionen für das digitale Fernsehen
ausstatten. Damit plant der Konzern, verlorenen Boden auf diesem Markt gut zu machen.
Whistler soll den Computer damit in eine Set-Top-Box
verwandeln können oder selbst in solchen Geräten zum Einsatz kommen.
Der Einbau einer Komponente für digitales Fernsehen in das Betriebssystem Windows,
gilt dem Bericht zufolge als Versuch Microsofts, zu Wettbewerbern wie Open TV Corp., einem
kalifornischem Hersteller von Software für Set-Top-Boxen, aufzuschließen. |
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